Bitburger-FVM-Pokal: Runde 1 beginnt am Samstag!

Bitburger-FVM-Pokal: Runde 1 beginnt am Samstag!

Am Wochenende startet für 32 Mannschaften aus dem Fußball-Verband Mittelrhein die Mission „Sportpark Nord“. Denn am Pfingstmontag 2018, dem 21. Mai, steigt dort das Finale um den Bitburger-Pokal 2017/18.

Dabei hat ausgerechnet der 1. FC Heinsberg-Lieck den meisten anderen Vereinen, die sich für die erste Runde des Bitburger-Pokals qualifizieren konnten, etwas voraus. Denn die Heinsberger wissen, wie es sich anfühlt, ein Pokalspiel im Sportpark Nord auszutragen. So reiste der A-Ligist in der Saison 2014/15 zur zweiten Pokalrunde in die ehemalige Bundeshauptstadt, wo es allerdings eine 0:6-Niederlage gegen den Bonner SC gab. Zuvor hatte der Underdog den damaligen Mittelrheinligisten SC Germania Erftstadt-Lechenich klar mit 4:1 aus dem Wettbewerb gekegelt. Ein Erstrundensieg, den die Heinsberger in dieser Saison gerne wiederholen würden. Allerdings blieb dem klassentiefsten Teilnehmer ein Heimspiel verwehrt und so führt das Los den aktuellen Tabellenführer der Kreisliga A Heinsberg zum Kreispokalsieger im Rhein-Sieg-Kreis, dem Bezirksligisten SV Bergheim.

„Eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe“, findet der Vereinsvorsitzende Jürgen Heinrichs. Das dürfte auch Teamkapitän Thomas Joschko so sehen. Immerhin erzielte der mittlerweile 26-Jährige vor drei Jahren zwei Tore gegen Erftstadt und hatte so maßgeblichen Anteil am bisher größten Pokalmoment der Heinsberger, die diesem Erfolg in Bergheim natürlich gerne ein weiteres Kapitel hinzufügen würden.

Das Pokalwochenende eröffnet am Samstag der SV Schönenbach. Der Verein aus dem Kreis Berg ist der zweite A-Ligist, der in diesem Jahr den Sprung in den Bitburger-Pokal geschafft hat. Für den SV ist die Teilnahme eine Premiere, entsprechend freudig erwarten die Verantwortlichen den Gastauftritt des Mittelrheinligisten FC Hürth. „Wir wollen Hürth einen großen Pokalkampf liefern. Natürlich brauchen wir dafür einen absoluten Top-Tag, aber wir werden kämpfen bis zum Umfallen“, verspricht SV-Trainer Slobodan Kresovic. Die in der Liga noch sieglosen Gäste aus Hürth sollten die Aufgabe demnach nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Im Kreis Euskirchen hat sich der Bezirksliga-Aufsteiger TuS Chlodwig Zülpich erstmals seit vielen Jahren wieder für den Verbandspokal qualifiziert. Entsprechend froh ist Trainer Jörg Schulz, dass Losfee Ares Zamanikas (Chefkoch der Sportschule Hennef) den Römerstädtern ein Heimspiel bescherte. Gegen den Landesliga-Vertreter Germania Teveren sieht der Übungsleiter seine Elf nicht chancenlos: „Wir sind zwar Außenseiter, aber eine kleine Chance gibt es immer. Auf jeden Fall freuen wir uns auf das Spiel“, sagt Schulz, der aber auf seine gefährlichste Waffe, Top-Torjäger David Sasse verzichten muss. Der Stürmer, der in der Aufstiegssaison locker die 50-Tore-Marke geknackt hatte, fehlt gesperrt.

Im Rhein-Erft-Kreis begrüßen die Landesligisten SC Brühl und SpVg Frechen 20 mit Blau-Weiß Friesdorf und dem VfL Alfter zwei höherklassige Gegner. „Nachdem Euskirchen im Vorjahr eine Nummer zu groß war, hoffe ich, dass meine Jungs so gereift sind, dass wir diesmal bestehen können“, sagt Brühls Trainer Tilman Waegner vor dem Freundschaftsduell mit Kumpel Giuseppe Brunetto, der die Blau-Weißen coacht.

Einen echten Brocken erwischte auch der FC Pesch. Als Gewinner des Kölner Bitburger-Kreispokals empfängt der Mittelrheinligist den Ligarivalen VfL Vichttal. Während sich die Nordkölner nach dem Aufstieg in der neuen Spielklasse noch zurechtfinden müssen, feierte Mitaufsteiger Vichttal einen starken Saisonstart. „Trotzdem hoffen wir auf den Heimvorteil und wollen unbedingt weiterkommen“, sagt FCP-Trainer Peter Mauß.

Als Pokalsieger im Kreis Aachen genießt auch der SV Rott Heimrecht. Der Landesliga-Aufsteiger erwartet mit dem SV Siegburg den Spitzenreiter der Mittelrheinliga, bewies aber schon beim Kreispokal-Erfolg über Vichttal, dass ein Ligenunterschied nicht zwingend eine Aussagekraft besitzt. Spannend dürfte es ohnehin werden, wenn bei den Partien Lich-Steinstraß gegen Marialinden und Spich gegen Worringen vier Bezirksligisten in direkten Duellen aufeinandertreffen.

Während die meisten Teams also schon am frühen Sonntagabend ihr Zweitrundenticket lösen können, steigen die vier Regionalligisten Alemannia Aachen, Viktoria Köln, FC Wegberg-Beeck und der Bonner SC sowie Drittligist SC Fortuna Köln aufgrund des terminlichen Vorrangs von Regional- und Dritter Liga erst verspätet in den Wettbewerb ein.
 
Die Spiele im Überblick: SV Schönenbach (KL A) –  FC Hürth (ML) (Samstag, 18 Uhr), SV Bergheim (BL 2) – 1. FC Heinsberg-Lieck (KL A), FV Bonn-Endenich (LL 1) – SV SW Nierfeld (LL 2), TSC Euskirchen (ML) – FC Inde Hahn (LL 2), SC Brühl (LL 1) – FC BW Friesdorf (ML), SV Rott (LL 2) – Siegburger SV 04 (ML), FC Pesch (ML) – VfL Vichttal (ML), TuS Chlodwig Zülpich (BL 3) – Germania Teveren (LL 2), Germania Lich-Steinstraß (BL 3) – TuS Marialinden (BL 1), 1. FC Spich (BL 2) – SG Köln-Worringen (BL 1) (alle Sonntag, 15 Uhr), Spvg. Frechen 20 (LL 2) – VfL Alfter (ML) (Sonntag, 15.15 Uhr), Borussia Freialdenhoven (ML) – FC Wegberg-Beeck (RL West) (Dienstag, 17. Oktober, 19.30 Uhr), Borussia Lindenthal-Hohenlind (LL 1) – Alemannia Aachen (RL West) (Donnerstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr),
FC Union Schafhausen (LL 2) – SC Fortuna Köln (3. Liga) (Dienstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr), Viktoria Arnoldsweiler (ML) – Bonner SC (RL West) (Mittwoch, 8. November, 19.30 Uhr), SV Bergisch Gladbach 09 (ML) – FC Viktoria Köln (RL West)

(Text/Foto: Stefan Kühlborn)

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