DFB-Ehrenamtssieger der Kreise 2017 - Mit Leidenschaft für den Fußball

DFB-Ehrenamtssieger der Kreise 2017 - Mit Leidenschaft für den Fußball

Im Rahmen der DFB-Aktion Ehrenamt werden jährlich – stellvertretend für alle ehrenamtlich engagierten Personen – deutschlandweit in jedem Fußballkreis Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um den Vereinssport und die Menschen im Fußball verdient machen. Wir stellen Ihnen die DFB-Ehrenamtssieger des Jahres 2017 aus den Fußballkreisen des Fußball-Verbandes Mittelrhein und ihr unermüdliches Engagement vor.

KÖLN: Gerhard Ebers (SC Brück 07)

Der SC Brück 07 lebt Integration und Inklusion. Gerhard Ebers ist seit 2010 Mitglied des Vereins, seine berufliche Tätigkeit als pädagogische Fachkraft half dem 50-Jährigen, ein Projekt auf den Weg zu bringen, das mittlerweile aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken ist. Als Gründer und Trainer integrierte er die Inklusionsmannschaft ins Brücker Vereinsleben, deren Training jeweils am Montagabend stattfindet. Einige Spieler der Mannschaft nehmen auch an Spielen der AH-Mannschaft teil. „Der SC Brück unterstützt uns schon so, wie es die Finanzen zulassen“, bedankte sich Ebers unter anderem für einen Trikotsatz und Beitragsfreiheit für die Spieler im Verein. Auf der Sportanlage „Oberer Bruchweg“ wird seit einigen Jahren der Brücker-Sozial-Cup ausgetragen, auch auf Initiative von Gerhard Ebers ins Leben gerufen. Das soziale Engagement wird auch damit dokumentiert, dass der Erlös z.B. dem Ronald-McDonald Haus in Köln-Riehl zur Verfügung gestellt wird, das unter dem Motto „Behinderte helfen kranken Kindern und deren Eltern“ Inklusion vorbildlich vorlebt, oder für ein Projekt in Afrika oder für krebskranke Kinder in Kolumbien. Der SC Brück war auch einer der ersten Klubs, die für ihre aktive Arbeit mit Flüchtlingen innerhalb der Aktion „1:0 für ein Willkommen“ von der Egidius-Braun-Stiftung mit 500 Euro bedacht wurden. Mit der Sepp-Herberger-Urkunde 2017 folgte eine weitere Auszeichnung. „Unser Traum wären jetzt noch eigene Trainingsanzüge. Vielleicht findet sich hier ja noch ein Sponsor für diese wirklich gute Sache“, hofft Gerhard Ebers. (ho)

BONN: Peter Altendorf (Rot-Weiß Röttgen)

Seit 45 Jahren ist Peter Altendorf im Rot-Weiß Röttgen aktiv. 1973 stellte sich der heute 73-Jährige als Jugendtrainer zur Verfügung, bevor er 1976 das Amt des Jugendleiters übernahm und für insgesamt 25 Jahre bis 2001 innehatte. Im Fußballkreis Bonn war Peter Altendorf neun Jahre lang Geschäftsführer der Jugendspruchkammer und hat in den vergangenen 33 Jahren in verschiedenen Vorstandsfunktionen die Vereinsentwicklung aktiv mitgestaltet. Zunächst wurde er 1985 Geschäftsführer, bevor er später die Position des 2. und 2004 die des 1. Vorsitzenden übernahm. Neben diesem Engagement ist er seit 15 Jahren auch noch Abteilungsleiter der Walking-Abteilung. Ferner kümmert er sich um die moderne Homepage seines Vereins, organisiert Tage der offenen Tür, stellt den Verein bei öffentlichen Veranstaltungen vor und unterstützt andere Abteilungen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau kümmert er sich zudem um die Integration von Flüchtlingen. Als im November 2015 in Röttgen 50 Flüchtlinge in einem alten Kindergarten nahe des Sportplatzes untergebracht wurden, gelang es Altendorf, viele von ihnen in den Verein zu integrieren, und übernahm zudem mit seiner Frau die Patenschaft für eine Familie mit Kleinkind. An der Realisierung des kurz vor dem Abschluss stehenden Kunstrasenprojektes war er ebenfalls wesentlich beteiligt. Mit Weitblick wurde zudem eine Rücklage gebildet, die nun auch den Bau eines Kleinspielfeldes ermöglicht. Ein großartiges Engagement, das er leistet, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. (us)

SIEG: Helmut Müller (TuS Herchen)

„Ich arbeite bei der Deutschen Bahn im Schichtdienst. Da hat man auch unter der Woche schon mal einen Tag frei, der dann häufig in den Verein investiert wird“, erklärt Helmut Müller sein Engagement beim TuS Herchen. Die urige Platzanlage ist seine zweite Heimat. Der 54-jährige dreifache Familienvater ist im Vorstand Beisitzer. Im Jugendvorstand engagiert er sich seit mehr als 20 Jahren in diversen Funktionen. Seit 14 Jahren hat er die Funktion des Kassierers der Jugendabteilung inne. Nebenher kümmert er sich um die Pflege des Naturrasens in dem Windecker Örtchen und hat in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sportinfrastruktur initiiert und maßgeblich mit umgesetzt. Hierzu zählen die Beschaffung und Herrichtung eines Lagercontainers für Trainings- und Spielmaterial sowie für die erforderlichen Platzpflegegeräte am Sportplatz, der Umbau eines Containers als Umkleide- und Duschraum für Spieler am Trainingsplatz, die Errichtung eines Kühlhauses und Lagerraumes im Vereinsheim, die Errichtung eines Vordaches für das Vereinsheim, die Neugestaltung des Eingangsbereiches der Sportanlage und die Herrichtung einer Toilettenanlage der benachbarten Grundschule für den Sportbetrieb und die Zuschauer. Helmut Müller spielte selbst aktiv beim VfL Schönenberg, dem Vorgänger-Verein des Bröltaler SC. Bis zur Kreisliga A schaffte es der gelernte Linksaußen. Nicht weit hat es der in Windeck-Gerressen wohnende Ehrenamtler, um sich liebevoll um die Platzanlage des TuS Herchen zu kümmern. Nach gut fünf Kilometern ist er am Ziel. (que)

BERG: Michael Thelen (FC Bensberg)

Seit 32 Jahren ist Michael Thelen ununterbrochen im Bensberger Vereinsfußball aktiv. 1986 begann er sein Engagement als Trainer verschiedener Jugendmannschaften des Vereins Fortuna Bensberg. 15 Jahre später war er gemeinsam mit anderen Vereinsvertretern von Fortuna Bensberg aktiv an der Herbeiführung der Fusion zwischen Fortuna Bensberg und dem Bensberger FV beteiligt. Von 2002 bis 2004 war der engagierte Bensberger Abteilungsleiter im Seniorenfußball und Trainer der 1. Mannschaft des neuen Vereins FC Bensberg. Anschließend war er 2. Vorsitzender des Vereins und seit zwölf Jahren ist er nun 1. Vorsitzender des FC Bensberg. Er hat damit sein ehrenamtliches Arbeitspensum noch weiter erhöht. Hier kümmert er sich um alle Personal- und Finanzfragen und ist als Aushilfe auch an der Basis aktiv: Ob als Jugendtrainer, Interimstrainer in der 2. Mannschaft, als AH-Spieler oder in anderen praktischen Fragen – Michael Thelen ist immer zur Stelle. Der Geehrte setzt sich mit viel Herzblut für seinen Verein ein – vor allem für den Kinder- und Jugendfußball. Durch sein Engagement leistet er einen erheblichen Beitrag zu einem attraktiven und anspruchsvollen Freizeitangebot in Bensberg und Umgebung. Besonders herausragend war seine aktive Rolle beim Neubau des Clubheims, das von der Planung bis zur Fertigstellung in 2017 von ihm leitend organisiert und mit einem hohen Eigenanteil realisiert werden konnte. Sein langjähriger, verlässlicher und hoher persönlicher Einsatz im sportlichen Bereich ist absolut vorbildlich und wird nun entsprechend gewürdigt. (hp) 

EUSKIRCHEN: Matthias Vogelsberg (TSV Feytal)

„Ich nehme diese Auszeichnung stellvertretend für meine Kollegen entgegen. Als erster Vorsitzender ist man immer nur so gut wie der gesamte Vorstand“, sagte Matthias Vogelsberg, der seit 1985 Präsident des TSV Feytal ist und ohne den der Eiserfeyer Sportplatz in seinem aktuellen Zustand nur ein Wunschtraum geblieben wäre. Die ersten Worte, um die der DFB-Kreisehrenamtsgewinner im Rahmen der vom Fußballkreis Euskirchen organisierten Feierstunde im Kurpark-Restaurant in Gemünd von Doris Mager gebeten wurde, unterstreichen es: Der 70-Jährige ist ein echter Teamplayer. Die Kreisehrenamtsbeauftragte lobte Vogelsberg sowohl für seinen unermüdlichen Einsatz im Hinblick auf die Realisierung des ehrgeizigen Rasenplatz-Projektes als auch für die „ganz alltäglichen“, deshalb aber längst nicht gewöhnlichen Leistungen. „Sie sind mit Herz und Seele 24 Stunden am Tag für ihren TSV Feytal da, halten die Sportanlage in Ordnung und sind täglich auf dem Vereinsgelände anzutreffen. Es ist wohl keineswegs übertrieben, wenn ich die Behauptung aufstelle, dass es nicht nur das neue Schmuckstück, sondern auch die ganze Fußballabteilung des Klubs ohne Sie nicht (mehr) geben würde.“ (mbr)

AACHEN: Herbert Linden (Eintracht Verlautenheide)

Der 54-jährige Herbert Linden übernahm im Jahre 2001 beim Eintracht Verlautenheide das Amt des 1. Vorsitzenden von seinem Vater. Als sich 2015 die Gelegenheit bot, das angrenzende Gelände des Tennisclubs zu erwerben, war er unermüdlich und ungeachtet vorhandener Widerstände für den Erwerb des Geländes. Gerade erst konnte der Verein die Einweihung des Umbaus des Hauptplatzes in einen Kunstrasenplatz feiern. Trotzdem wollte er ein weiteres zusätzliches, vereinseigenes Kleinspielfeld für den Trainings- und Spielbetrieb der wachsenden Jugendabteilung bauen. Er konnte seine Mitstreiter dafür begeistern und vor wenigen Wochen war es dann soweit: Die „kleine Arena“ wurde eingeweiht. Für Herbert Linden war es eine Herzensangelegenheit. (rs)

DÜREN: Peter Hugo (BC Oberzier)

Der Schiedsrichter-Raum war zu klein, der Geräteraum total veraltet, das Dach undicht, es gab keine behindertengerechte Toilette – das war der Zustand des Sportheims des BC Oberzier vor etwa drei Jahren. Der Vorstand des BCO und dabei federführend Peter Hugo hat Anfang 2015 die Renovierung und Erweiterung in die Hand genommen. Davor waren aber bereits große Schritte zu leisten. Kontakte zur Gemeinde aufnehmen, den Antrag formulieren und durch die politischen Gremien bringen. Nach der Genehmigung standen die Verhandlungen mit den Materiallieferanten an, anschließend die Koordination des Materialbedarfs und vor allen Dingen die Akquirierung von freiwilligen Helfern. Dabei war auch fast täglich die Anwesenheit von Peter Hugo – 1. Vorsitzender des BCO – erforderlich. Während der Bauzeit stellte sich heraus, dass die Heizungsanlage ebenfalls veraltet war und erneuert werden musste. Mitte 2016 war es dann soweit. Die Fertigstellung konnte gefeiert werden und den Platzbesuchern bot sich ein schöner Anblick: ein schmuckes renoviertes Sportheim und als besonderer Blickfang eine wohlüberlegte Überdachung mit vielen geschützten Unterstel- lund Sitzmöglichkeiten. Darüber hinaus ist der 67-jährige pensionierte Polizei-Hauptkommissar seit 33 Jahren im Vorstand seines Vereins aktiv, zunächst als 2. Vorsitzender und nunmehr seit 1990 als 1. Vorsitzender. (dol)

HEINSBERG: Stefan Schüssler (FC Randerath/Porselen)

Erst 30 Jahre alt ist Stefan Schüssler – dafür aber gleich in zwei Vereinen aktiv: bei seinem Heimatverein FC Randerath/ Porselen und seit einigen Monaten auch bei der SG Union Würm-Lindern, da die beiden Vereine im Jugendbereich kooperieren. Beide Klubs haben dem 30-Jährigen zu verdanken, dass er sich als Wegbereiter und Initiator für die Zusammenarbeit beider Jugendabteilungen weit über das normale Maß verantwortlich gezeigt hat und so weiter vernünftige Jugendarbeit in beiden Vereinen geleistet werden kann. Einsatzwillen, Fingerspitzengefühl und Geschick im Umgang mit den Verantwortlichen, Eltern und Spielern, so charakterisieren ihn seine Mitstreiter. Ferner trainiert Schüssler die A-Junioren, ist Co-Trainer des FC Randerath/Porselen II und das sprichwörtliche Bindeglied zwischen Junioren und Senioren. Stefan Schüssler hilft an allen Stellen: Ob als Trainer, Betreuer, Fotograf und Organisator von Veranstaltungen – es gibt kaum einen Bereich des Vereins, dem er nicht mit Rat und Tat zur Seite steht. „Mit seinem hohen Engagement, dem sportlichen Verständnis und der beispielhaften Loyalität ist er ein glänzendes Vorbild für alle Ehrenamtler“, würdigen die Vereine sein Wirken. (he)

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