Ideal CF Casa de Espana feiert sein 50jähriges Bestehen

Mit Ideal CF Casa de Espana kann in diesen Tagen einer der ältesten „Gastarbeitervereinen“ im Kreis Köln sein 50jähriges Jubiläum feiern, auch wenn der Begriff auf diesen Club schon lange nicht mehr zutrifft, öffnete man sich doch recht schnell allen Nationalitäten.

Ideal CF Casa de Espana feiert sein 50jähriges Bestehen

Schon 1961 trafen sich spanische Gastarbeiter zum Fußballspielen auf den Poller Wiesen, später dann im Südpark. Da man jedoch einen regelmäßigen Spielbetrieb haben wollte, entstand der Verein unter Mithilfe des spanischen Kulturzentrums im Jahre 1967. Das erste offizielle Meisterschaftsspiel fand dann im Juni 1968 statt. Zwar gab es gewisse sportliche Höhen und Tiefen, immerhin schaffte es Casa de Espana mit ihrem rührigen Präsidenten Manuel Sanchez an der Spitze bis in die Kreisliga A (2010). In diese Klasse möchte man auch möglichst bald wieder zurückkehren.

Die erste Platzanlage, auf der der Club spielte, war am Lindweiler Weg, danach folgte eine lange Periode auf der Anlage am Gymnasium Kreuzgasse. Schon zu dieser Zeit entstanden die ersten Junioren-Mannschaften. Als sich die Chance eröffnete, auf die Universitätssportanlage am Zülpicher Wall zu wechseln, dort gemeinsam mit Agrippina Germania Köln – der Vorsitzende Angelo Zarbo war natürlich auch bei der Feier zugegen - , begann eine weitere, neue Epoche von Casa Espana auf Kunstrasen und weiterem Wachstum. Selbst ein, wenn auch kleines Vereinsheim, kann der Verein nun sein eigen nennen.

160 Mitglieder kann Casa de Espana derzeit zählen, 3 Herren- und zurzeit 6 Juniorenmannschaften (von den F- bis zu den C-Junioren) gehen inzwischen dem offiziellen Spielbetrieb im Fußballkreis Köln nach, Tendenz steigend. Dazu kommt ein Alte-Herren-Team, selbst eine Frauenmannschaft scheint aktuell in der Entstehung zu sein.

Von einer Vielzahl so genannter ausländischer Vereinen, die in Köln entstanden, viele sind auch inzwischen nicht mehr existent, hat Casa de Espana mit am längsten im positiven Sinne überlebt, nur Prometheus Porz (53 Jahre) gibt es noch etwas länger, hinter den Fußballern vom Zülpicher Wall folgen dann Vereine wie Türkgücü Rodenkirchen (45 Jahre alt), Ataspor Porz (43) oder GSV Galanolefkos-Hellas (42).

Dass es mit Casa de Espana eher weiter bergauf geht, hängt auch mit der ohne Zweifel familiären Atmosphäre im Club zusammen, Fairplay und eine gewisse Gelassenheit sind Markenzeichen des spanischstämmigen Clubs. Dies sah man auch auf der Vereinsfeier anlässlich des Jubiläums auf der Platzanlage. Natürlich gab es auch von Paella über Flamenco bis zu spanischen Spezialitäten Dinge, die nicht nur das südländische Herz erfreuen – halt eine „fiesta de aniversario“. Einen absoluten „Kracher“ bot die Tombola zum Jubiläum: Einen feuerroten Ford-Mustang!

Der Fußballkreis Köln gratulierte recht herzlich zu diesem eher ungewöhnlichen Jubiläum. Der Kölner Kreisvorsitzende Werner Jung-Stadié konnte Manuel Sanchez stellvertretend für alle Vereinsverantwortlichen eine Urkunde des Fußballverbandes Mittelrhein nebst einem Scheck, auch einen recht gut gefüllten Ballsack, zum Jubiläum überreichen. Der Casa-Präsident nutzte die Gelegenheit, sich bei einer Vielzahl seiner unverzichtlichen Mitstreiter zu bedanken.

Der Verein kann sicherlich mit einer gewissen Gelassenheit die nächsten 50 Jahre in Angriff nehmen, die „Königlichen vom Zülpicher Wall“, die natürlich ebenfalls bevorzugt in Weiß spielen, haben dazu die besten Voraussetzungen. Darüber wacht auch der Adler (Aguila) auf der Brust, Symbol für Kraft und Furchtlosigkeit, jedoch auch Emblem einer beliebten spanischen Biersorte, wie man nicht ohne eine gewisse Selbstironie in der Vereinschronik vermerkt.

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