Die Vorfreude ist riesig. Am 14. Mai (ab 16 Uhr) findet im RheinEnergieSTADION wieder das DFB-Pokalfinale der Frauen statt. In diesem Jahr treffen mit dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München die beiden besten deutschen Mannschaften aufeinander. Im Vorfeld finden auch wieder die Mädchenturniere auf den Vorwiesen statt, die durch den FVM ausgerichtet werden. Anna Klink, 31, hat daran 2010 teilgenommen, in diesem Jahr gehört sie als Spielerin zum Team des FC Bayern, das den Titel verteidigen möchte. Auf FVM.de spricht die gebürtige Euskirchenerin über ihre Erinnerungen an die Mädchenturniere und ihre Vorfreude auf das große Endspiel in Köln.
Anna Klink, 2010 haben sie mit Bayer 04 Leverkusen an den Mädchenturnieren teilgenommen. In diesem Jahr stehen Sie mit dem FC Bayern im Finale des DFB-Pokalfinals. Welche Erinnerungen haben Sie an die Mädchenturniere?
Anna Klink: Nur sehr gut. Tatsächlich war ich vor vielen Jahren mit Bayer 04 bei den Mädchenturnieren dabei. Wenn ich mich richtig erinnere, war das 2010, als das DFB-Pokalfinale der Frauen erstmals in Köln stattgefunden hat. Ich weiß noch, dass wir das Turnier gewonnen haben. Danach sind wir mit dem kompletten Team ins Stadion gegangen und haben das Endspiel verfolgt. Das war ein sehr schöner Tag, den ich nicht vergessen habe. Das ist hier nicht nur ein Fußballspiel, das ist ein Fest für den Frauenfußball.
Sie sind in Euskirchen geboren, also im FVM-Gebiet. Was bedeutet es Ihnen auch vor diesem Hintergrund, nun als Spielerin beim großen Finale im RheinEnergieSTADION dabei sein zu dürfen?
Klink: Ich habe viele Jahre auf der anderen Rheinseite bei Bayer 04 Leverkusen gespielt. Zweimal haben wir es bis ins Halbfinale geschafft und sind dort dann leider gescheitert. Das war dramatisch und bitter, weil es schon immer einer meiner Träume war, im DFB-Pokalfinale dabei sein zu können. Es ist einfach beeindruckend, was im Umfeld dieses Duells in Köln los ist. Die ganze Stadt fiebert der Partie entgegen, das Stadion ist seit Jahren immer ausverkauft. Das ist großartig. Es herrscht eine total positive Energie. Hier kommt einfach alles zusammen, was den Frauenfußball auszeichnet. Jede und jeder ist gerne hier. Neulich hat mich sogar meine Oma angerufen und erzählt, dass sie in diesem Jahr auch dabei sein möchte. Sie ist mittlerweile 80 Jahre alt (lacht). Aber ich freue mich natürlich, wenn sie dabei ist.
Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis zum großen Event. Wir stehen hier gerade auf der Tribüne des RheinEnergieSTADIONS. Kribbelt es schon etwas, wenn Sie dort auf den Rasen schauen?
Klink: Ja, total. Wer das DFB-Pokalfinale hier schon einmal erlebt hat, der weiß, dass das ein ganz besonderes Spiel ist. Wir freuen uns sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder im Endspiel stehen und unseren Titel verteidigen können. Nachdem wir die SGS Essen im Halbfinale besiegt haben, war die Stimmung richtig ausgelassen: Es ist immer etwas Besonderes, ein Finale zu erreichen. Jetzt ist es bald soweit. Das ist einfach nur großartig.
Die Bayern sind Titelverteidigerinnen und dominieren bisher auch die Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Gehen Sie damit automatisch als Favoritinnen in die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg?
Klink: Es ist ein DFB-Pokalfinale – da kann alles passieren. Und wir wissen, wie gefährlich die Wolfsburgerinnen sind, zudem sind sie die Pokal-Expertinnen schlechthin. Sie haben nicht ohne Grund so oft in Folge den DFB-Pokal gewonnen und sind damit Rekordsiegerinnen. Wir sind also gewarnt. Aber wir wissen auch, was wir können.
Die vergangenen Wochen waren mit DFB-Pokal, Google Pixel Frauen-Bundesliga und Champions League extrem intensiv. Wie voll ist der Akku noch?
Klink: Es stimmt, dass die Mannschaft viele Spiele hatte. Es ist beeindruckend, wie wir es dank einer klugen Rotation durch unseren Trainer José Barcala schaffen, immer wieder da zu sein. Herausfordernd ist es natürlich trotzdem, auch mit den Verletzungen, die ab und zu dazukommen. Zum Glück haben wir einen breiten Kader und können die Belastung so ganz gut steuern. Jede Spielerin, die reinkommt, erledigt ihre Aufgabe sehr gewissenhaft und gibt immer 100 Prozent. Das ist einfach die Grundvoraussetzung, um bei diesem Pensum bestehen zu können.
Sie erleben die Begegnungen meist von draußen. Wie gehen Sie damit um?
Klink: Ich fiebere immer voll mit. Das DFB-Pokalfinale wird auch für mich ein besonderes Ereignis und ich bin einfach glücklich, es jetzt mal aus der Perspektive einer Spielerin erleben zu dürfen. Ich weiß noch, dass ich früher, als ich noch in Leverkusen gespielt habe, mit dem Fahrrad hierhergekommen bin und das Finale als Fan verfolgt habe. Schon das war beeindruckend. Jetzt wird es nochmal eine Nummer größer.
