ARAG Pokal der Juniorinnen: 1. FC Köln gewinnt packendes Finale gegen Bayer 04 Leverkusen

ARAG Pokal der Juniorinnen: 1. FC Köln gewinnt packendes Finale gegen Bayer 04 Leverkusen

Die Nachwuchsspielerinnen dreier Vereine und einer Spielgemeinschaft machten den Finaltag im ARAG Pokal der Juniorinnen im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) zu einer großen Bühne für ihre Leidenschaft und packenden Sport. „Diesen Tag werden die Mädchen ganz sicher so schnell nicht vergessen“, sagte Oliver Krug, Trainer der B-Juniorinnen des Oberkasseler FV. Zwar hatte sein Team zum Abschluss des Finaltags gegen den favorisierten 1. FC Köln mit 0:8 (0:4) verloren, doch allein das Erreichen des Endspiels – eines von drei Finals auf dem Rasenplatz in Arnoldsweiler – sei ein einmaliger Erfolg gewesen, so Krug, während seine Spielerinnen auf der Heimfahrt im Bus gut gelaunt Lieder anstimmten. Sie durften stolz darauf sein, mit Oberkassel zum zweiten Mal nach 2024 ein Finale bestritten zu haben und auch auf ihren guten Start ins Spiel: Denn nach dem Anpfiff gelang es den Bonnerinnen, die im Semifinale gegen den ESV Olympia Köln mit 2:1 gewonnen hatte, erste Akzente zu setzen. Greta Nimtz hatte jedoch Pech, als ihr Abschluss nur am Pfosten des Kölner Tores landete. „Danach war es aber der FC, der das Geschehen bestimmte und tollen Kombinationsfußball zeigte“, erkannte Krug an.

Das sah FC-Coach Nico Reese nicht anders: „Oberkassel hat in den ersten Minuten starke Gegenwehr geliefert, aber hinten raus haben wir dann doch verdient und souverän gewonnen.“ Die Treffer für Köln, das im Semifinale mit Bayer 04 Leverkusen einen starken Konkurrenten mit 6:1 aus dem Wettbewerb geworfen hatte, erzielten Kim Wardjawand (3), Lena Floß, Lena Niemeyer, Ecrin Cetin, Neela Roth und Sara Mund.

Entscheidung in der Verlängerung

Spannung pur bot das Endspiel der C-Juniorinnen. Mit Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln hatten beide Finalisten das Ticket für das Match in Arnoldsweiler souverän gelöst. Die jungen Kölnerinnen feierten im Halbfinale einen 9:0-Sieg bei Grün-Weiß Brauweiler. Noch deutlicher hatte es der Bayer-Nachwuchs mit dem 12:0 beim SSV Plittersdorf gemacht. Nach einem packenden Schlagabtausch fand das Finale dann in der Verlängerung mit dem 1. FC Köln seinen Sieger. 3:2 (1:2, 2:2) setzte sich die Mannschaft um FC-Trainerin Maike Ullrich durch. „Das war ein sehr enges und intensives Spiel“, fand Ullrich, deren Team nach vier Minuten durch Ella Herrmann in Führung ging, dann aber nachließ.

Zeynep Celik in starker Form

Bayer 04 wurde indes stärker und glich durch Ayana Heuts nach Vorlage von Zeynep Celik aus. Die Vorbereiterin traf dann nach einem Zuspiel von Lina Zarraa auch noch zum 2:1-Pausenstand. „Diese Führung war verdient“, so Ullrich. Ihre Mannschaft kam nach dem Seitenwechsel allerdings besser ins Spiel und letztlich zum 2:2 durch einen Distanzschuss von Lia Johann. „Das Tor hat unglaubliche Euphorie ausgelöst“, erklärte Ullrich. Das habe nur der Treffer zum 3:2 in der Verlängerung durch Magdalena Schmidt nochmals getoppt. Der Jubel sei riesengroß gewesen, als Kapitänin Kapitänin Amelie Formanns schließlich den Pokal in den Händen gehalten habe. „Denn mit diesem Triumph haben wir nicht gerechnet“, sagte die Kölner Trainerin.

Tatsächlich waren die Leverkuserinnen als Favorit ins Rennen gegangen. Und die 1:7-Niederlage im Vorjahr gegen den 1. FC Köln hatte ihre Motivation nochmals gestärkt. „Wir wollten uns gerne revanchieren und waren in der ersten Hälfte auch das bessere Team, wir hätten aber höher führen müssen“, meinte Bayer-Coach Alexander Senft. Mit zunehmender Spieldauer habe man aber nervöser agiert. „Und in der Verlängerung haben wir dann zwar gekämpft, hatten jedoch nicht mehr die Dominanz der ersten Hälfte“, fand Senft.

Leverkusener D-Juniorinnen nicht zu stoppen

Zu einer klaren Angelegenheit wurde das ARAG Pokalfinale der D-Juniorinnen, in dem sich der Nachwuchs von Bayer 04 mit 17:0 (10:0) gegen die SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen durchsetzte. „Die Mädchen haben sich mit diesem Sieg für eine sehr gute Saison belohnt“, erklärte Carolin Bekemeier, Trainerin der Bayer 04 U 13, die in den Vierfach-Torschützinnen Nele Gerdelmann und Lucia Wagner ihre überragenden Spielerinnen hatte. Michaela Schmallenbach, Trainerin der SG, sagte: „Wir hatten uns vorgenommen, nicht mit zu hohen Erwartungen in die Partie zu gehen, aber mutig zu spielen. Das ist uns zu selten gut gelungen.“ Offenbar sei der Respekt zu groß gewesen, so Schmallenbach, die die Mannschaft aus dem Oberbergischen seit drei Jahren coacht und damit auf die sportliche Laufbahn ihrer Tochter Heidi aus nächster Nähe begleitet.

Die Spielgemeinschaft war selbstbewusst nach Arnoldsweiler gefahren. Schließlich war die SG erst Hallenkreismeister geworden, dann in der Normalstaffel-Meisterschaft ohne Niederlage geblieben und im Verlauf des ARAG Jugendpokal erst bei TSV Alemannia Aachen (2:1) und dann gegen Grün-Weiß Brauweiler (2:0) als Sieger vom Platz gegangen. Zum großen Coup reichte es nun nicht. Leistungsstaffel-Meister Bayer 04 Leverkusen, der in der Vorschlussrunde mit dem 1.FC Köln einen heißen Titelanwärter mit 2:1 bezwungen hatte, ging nach wenigen Sekunden in Führung und baute den Vorsprung dann in kurzer Taktung aus. „Wir haben das Tempo bis zum Ende hochgehalten. Das war entscheidend für den deutlichen Sieg“, betonte Bayer-Trainerin Bekemeier.

ARAG Pokalfinale als Karrierehighlgiht für 15-jährige Schiedsrichterin 

Eine ganz besondere Ehre wurde beim FVM-Finaltag der Juniorinnen Line Ittmann zuteil. Die 15-jährige Schiedsrichterin vom Pulheimer SC leitete das ARAG Pokalfinale der D-Juniorinnen zwischen Bayer 04 Leverkusen und der SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen. Mit der Ansetzung für das Endspiel würdigte der FVM die positive Entwicklung der Nachwuchsschiedsrichterin, die erst seit dem Frühjahr 2024 aktiv ist. Trotz ihrer noch jungen Laufbahn kommt Line Ittmann bereits regelmäßig in Spielen der D-Juniorinnen und D-Junioren auf Kreis- und Leistungsebene sowie in der Bezirksliga der C-Juniorinnen zum Einsatz. Darüber hinaus sammelte sie bereits Erfahrungen als Schiedsrichterassistentin in der Herren-Kreisliga A und auf Bezirksebene.

„Für mich war die Leitung des Pokalfinales etwas ganz Besonderes. Solche Spiele bieten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Ich habe mich sehr über das Vertrauen des Verbandes gefreut. Das Spiel war anstrengend, aber es hat auch großen Spaß gemacht“, blickt Line Ittmann auf ihren Einsatz zurück.

Der Jungschiedsrichterbeauftragte des Fußballkreises Rhein-Erft, Jakob Ferner, würdigt die Entwicklung der jungen Unparteiischen: „Line hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und sich diese Ansetzung durch ihre Leistungen verdient. Sie zeichnet sich durch große Einsatzbereitschaft, Lernwillen und eine hohe Verlässlichkeit aus. Dass ihr vom Verband die Leitung eines Pokalfinales übertragen wurde, ist eine schöne Bestätigung ihres bisherigen Engagements.“

 

Text: FVM & Fußballkreis Rhein-Erft
BU: Foto 1: Siegerinnen im ARAG Pokalfinale der C-Juniorinnen, Fotoquelle: FVM
BU: Foto 2: Siegerinnen im ARAG Pokalfinale der D-Juniorinnen, Fotoquelle: FVM
BU: Foto 3: Siegerinnen im ARAG Pokalfinale der B-Juniorinnen, Fotoquelle: FVM
BU: Foto 4: Line Ittmann als Schiedsrichterin im ARAG Pokalfinale der D-Juniorinnen, Fotoquelle: Benjamin Ittmann
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