Best Practice: DJK Südwest Köln gelingt erfolgreiche Integration des weiblichen Fußballs

Best Practice: DJK Südwest Köln gelingt erfolgreiche Integration des weiblichen Fußballs

Als direkten Auslöser für den Boom des weiblichen Fußballs bei DJK Südwest Köln sieht Benjamin Klotz, Mädchenbeauftragter des Vereins, den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2003 des deutschen Teams. Als einer der größten Fußballvereine in Köln entschied der Vereinsvorstand, die durch den Titelgewinn entfachte Euphorie zu nutzen und interessierten Mädchen eine Möglichkeit für ihre fußballerische Ausbildung zu bieten. Mit dem Aufbau des Mädchenbereichs wurde kurzfristig im Jahr 2003 begonnen. Das neu eingerichtete Angebot wurde jedoch zunächst sehr zögerlich angenommen. Nach Schnupper-Trainings in der Schule und Mädchenfußball-AGs meldeten sich zahlreiche Mädchen an und der Trainingsbetrieb konnte noch 2003 starten. Zur Saison 2004/05 wurde dann eine C-Mannschaft im Kreis Rhein-Erft angemeldet.

Mit der Gründung des Mädchenbereichs wurden zunächst nicht nur positive Erfahrungen gemacht: „Manch einer nahm die Mädchen auf dem Fußballplatz zunächst eher als „exotische Wesen“ auf dem Fußballplatz wahr und die Spielerinnen mussten sich ihre sportliche Anerkennung im Gegensatz zu den Jungen erst hart erarbeiten.“ Auch bei der Organisation des Trainingsbetriebes stand der Verein vor großen Schwierigkeiten, da der Männerfußball eine gewisse Größe erreicht hatte und man eine Möglichkeit für den Mädchenbereich finden musste.

Erfolgreiche Integration des weiblichen Fußballs

Dem DJK Südwest gelang es den weiblichen Fußball voll in den Verein zu integrieren, zu einem der Vorzeigebeispiele des Vereins zu machen und den Sprung in die Spitze im Fußballverband Mittelrhein zu schaffen. „Der weibliche Fußball hat bei DJK Südwest einen solchen Stellenwert erreicht, dass er hier nicht mehr weg zu denken ist. Dieser Gesichtspunkt und die deutliche Zunahme weiterer Kölner Vereine, die heute weiblichen Fußball anbieten, lassen keinen Zweifel daran, dass diese Sportart inzwischen ihren Durchbruch erzielt hat. Diese Einschätzung wird auch durch das inzwischen deutlich erwachte Interesse der Medien und die großartigen Leistungen der Frauenteams bei den Europa- und Weltmeisterschaften gestützt“, sagt Benjamin Klotz.

Jedem Verein, der den weiblichen Fußball in sein Programm aufnehmen möchte, rät er, den Weg von DJK Südwest Köln zu gehen und über die Schulen das Interesse der Mädchen für diesen Sport zu wecken. Ein Frauenteam solle erst am Ende der Entwicklung stehen und einen gesunden Unterbau im Bereich der Juniorinnen haben.

"Gruppe der Einsteigerinnen" als Erfolgsgeschichte

Mit der Gruppe „Einsteigerinnen“ habe der Kölner Verein ein innovatives Konzept entwickelt. Wöchentlich findet ein Training für sechs bis acht-jährige Mädchen statt, die noch nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Nach einem Jahr wechseln die Mädchen dann in den E-Jugend-Spielbetrieb. Diese „Gruppe der Einsteigerinnen“ ist für den Verein eine Erfolgsgeschichte: „In den letzten Jahren spielten in dieser Gruppe zum Ende einer Saison immer zwischen 40 und 50 Mädchen Fußball, sodass wir uns über Nachwuchs nie Gedanken machen mussten.“ Sportlich hat sich der Verein unter anderem zum Ziel gesetzt Nachwuchsbereich konstant Teams von der U 11 bis zur U 17 zu haben, um aus dem Nachwuchs Spielerinnen für die drei vorhandenen Frauenmannschaften zu generieren, die auf der Erfolgsspur sind. Die erste Frauenmannschaft hat sich zum Ziel gesetzt, in die Regionalliga aufzusteigen. Die zweite Frauenmannschaft führt die Bezirksliga in der Tabelle an und greift nach dem Aufstieg in die Landesliga.

 

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Weitere Informationen zum Spielbetrieb der Frauen finden Sie hier.

Hier finden Sie zusätzliche Informationen zum Spielbetrieb der Juniorinnen.

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