Bitburger-FVM-Pokal: 1. FC Düren gewinnt beim Vizechampion Bonner SC - auch Viktoria und Fortuna im Viertelfinale

Bitburger-FVM-Pokal: 1. FC Düren gewinnt beim Vizechampion Bonner SC - auch Viktoria und Fortuna im Viertelfinale

Regionalligist 1. FC Düren überwintert im Bitburger-Pokal. Das war in Kurzform die erste Geschichte, die das Achtelfinale des Wettbewerbs schrieb. Die Mannschaft um Trainer Kristopher Fetz eröffnete die zweite Runde des Cups mit der Begegnung beim Mittelrheinliga-Herbstmeister Bonner SC und feierte einen 2:1 (1:0)-Sieg im Sportpark Nord, der größten Arena der Bundestadt. „Die Partie hat uns genau das abverlangt, was wir erwartet hatten“, so Fetz, der zuvor ein Duell auf Augenhöhe angekündigt hatte. Seine Elf erwischte dabei den besseren Start und hatte die erste große Möglichkeit, als Jakob Sachse unbedrängt zum Kopfball kam, der Ball aber sein Ziel verfehlte. „Das hätte die Führung sein können“, fand der Dürener Coach. Kurz darauf war es dann aber so weit: Nach einer Flanke von Rafael Garcia wuchtete Yannik Schlößer das Spielgerät per Kopf ins Bonner Tor (25.).

„Wir sind erst Mitte der ersten Halbzeit so richtig im Spiel angekommen“, fasste BSC-Trainer Sascha Glatzel seine Sicht der Dinge zusammen. Tatsächlich wurde seine Elf, der Vizechampion im Bitburger-Pokal, allmählich stärker. Hendrik Strobl und Adis Omerbasic verpassten kurz vor dem Gang in die Kabine nur knapp den Ausgleich. Kurz nach dem Wechsel sah dann Gästeakteur Sachse Gelb-Rot (49.). Und in Überzahl glückte dem eingewechselten Bilal Badr Ksiouar der verdiente Ausgleich (56.). „Wir hatten in diesem Moment alle Karten für einen Sieg auf der Hand“, so Glatzel. Doch das änderte sich: Nach einem Foul sah auch BSC-Spieler Omerbasic die Ampelkarte (58.). Nun war wieder alles offen. Die Entscheidung brachte schließlich ein Eigentor: Aus dem Getümmel prallte der Ball von Ksiouar ins Bonner Tor (66.). Nun war der BSC wieder gefordert. Eray Isik und Serhat Koruk ließen ihre Chancen allerdings aus. „Die meisten Angriffe haben wir gut verteidigt und den Vorsprung dann über die Zeit gebracht“, erklärte Fetz. Er freue sich über das Weiterkommen, betonte der Dürener Trainer. „Der Pokal ist ein super Wettbewerb und bietet die Chance, einen Titel zu gewinnen. Das macht die Motivation aus“, so Fetz.

Bezirksligist TV Hoffnungsthal verlangt Aachen alles ab

Einen Abend, der ein großes Kapitel in der Vereinschronik verdient, erlebte der TV Hoffnungsthal. Der Bezirksligist um Coach Baran Dagdelen verlangte dem großen Favoriten Alemannia Aachen vor 2000 Zuschauer*innen in der Bergisch Gladbacher Belkaw-Arena alles ab. Erst nach 120 Minuten musste sich der TVH dem Drittligisten und Titelverteidiger mit 1:4 (1:0, 1:1, 1:3) geschlagen geben. „Es war ein unfassbarer Abend. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft, die alles reingeworfen hat und ich bin den vielen Menschen im Verein dankbar, die mit ihrem Einsatz diesem Spiel einen perfekten Rahmen gegeben haben“, sagte Dagdelen.

Der Coach hatte zuvor an den großen Coup geglaubt und nach der ersten Hälfte durfte er sich in dieser Vorahnung bestätigt sehen. Nach zwölf Minuten hatte Aytekin Kanli ein starkes Dribbling mit einem satten Schuss abgeschlossen und den Underdog in Führung gebracht. Ozan Dogan verpasste nur knapp ein weiteres Tor für die Gastgeber, als er am Aachener Keeper Elias Jona Bördner scheiterte. Kurz darauf ging der Kopfball von Anton Musculus knapp am Aachener Tor vorbei. „Wir hätten zur Pause mit 2:0 führen können“, so Dagdelen.

Alemannia Aachen überzeugt in der Verlängerung

Sein Pendant auf der Alemannia Trainerbank, Heiner Backhaus, reagierte mit einem Vierfachwechsel zur zweiten Hälfte. Das zahlte sich aus. Während bei den Gastgebern zusehends die Kräfte schwanden, wurde die Alemannia immer dominanter. „Wir haben mit allem, was wir hatten, dagegengehalten“, lobte Dagdelen seine Elf, die aber kurz vor Schluss doch den Ausgleich hinnehmen musste. Im Anschluss an eine Ecke prallte der Ball unglücklich von Maximilian Hansens Kopf ins eigene Tor (88.). In der Verlängerung hatte der Drittligist dann die größeren Reserven. Anton Heinz (101., 105.) und Kevin Goden (114.) machten mit ihren Treffern den Sieg perfekt.

„Diesen Abend werde ich trotzdem niemals vergessen“, erklärte Dagdelen, der noch bis tief in die Nacht mit seinen Spielern in der Kabine zusammensaß. Auch Alemannia-Trainer Backhaus kam auf ein Getränk in die gegnerische Umkleide. „Eine absolut sympathische Geste, er hat uns zu dem tollen Spiel gratuliert“, sagte der Hoffnungsthaler Coach voller Stolz.

Viktoria Köln gewinnt deutlich

Der FC Viktoria Köln machte es weniger spannend als der Drittliga-Rivale aus Aachen. Das Team führte beim 5:2 beim Landesligisten TuS Chlodwig Zülpich bereits zur Halbzeit mit 4:1. Zwar brachte Devin Nickisch per Strafstoß Zülpich in Führung (2.), doch dann trafen Samuele Carella (6.), Serhat Güler (26., 42.), Luca de Mester (30.) für Köln. Nikisch verkürzte auf 2:4 (53.), ehe Diego Perri mit dem 5:2 den Schlusspunkt setzte (90.). Souverän machte auch der Regionalligist S.C. Fortuna Köln den Einzug in die nächste Runde perfekt. 4:0 (1:0) hieß es nach 90 Minuten beim Mittelrheinligisten VfL Vichttal. Henri Matta brachte die Gäste kurz vor dem Wechsel in Führung und direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Hendrik Mittelstädt auf 2:0. „Der Zeitpunkt der Tore war äußerst ungünstig. Wir hatten vorher einige vielversprechende Situationen, aber haben daraus kein Kapital geschlagen“, meinte VfL-Coach Andi Avramovic.

Er durfte jedoch weiterhin auf eine Wende hoffen. Denn seine Elf blieb dran. Erst unmittelbar nachdem Henrik Artz nach 82 Minuten eine gute Chance für Vichttal ausgelassen hatte, folgte der Knock-out. Marvin Mika traf zum 3:0 (83.), kurz darauf erhöhte Julius Biada auf 4:0 (86.). „Die Partie war dennoch eine gute Erfahrung. Mein Dank gilt allen, die für den guten Rahmen gesorgt haben“, erklärte Avramovic.

Im Bitburger-Pokal werden fünf Runden inklusive Finale gespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale findet am 24. Mai 2025 im Kölner Sportpark Höhenberg statt. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Die Auslosung des Viertelfinals folgt im Januar.

Bitburger-Pokal 2024/25

Achtelfinale:

Bonner SC (MRL) vs. 1. FC Düren (RL) Di., 10. Dezember, 1:2.

TV Hoffnungsthal (BZL) vs. TSV Alemannia Aachen (3. Liga) 1:4 n.V.

TuS Chlodwig Zülpich (LL) vs. Viktoria Köln (3. Liga) 2:5

VfL 08 Vichttal (MRL) vs. S.C. Fortuna Köln (RL) 0:4

FC Teutonia Weiden (MRL) vs. TuS BW Königsdorf (MRL) 5:2

FSV Neunkirchen-Seelscheid (LL) vs. SV Kurdistan Düren (LL) 2:1 n.V.

TuS Mondorf (BZL) vs. SSV Merten (MRL) 1:2

FC Wegberg-Beeck (MRL) vs. SV Eintracht Hohkeppel (RL) 1:3

 

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

•             Viertelfinale: 5. März 2025

•             Halbfinale: 9. April 2025

•             Finale: 24. Mai 2025

 

Foto: Danielle Schall
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