Bitburger-FVM-Pokal: Duell der einstigen Sieger

Bitburger-FVM-Pokal: Duell der einstigen Sieger

Die Fußballer des Mittelrheinligisten 1. FC Düren erwarten im Viertelfinale des Bitburger-Pokals den Regionalligisten Fortuna Köln. Beide Klubs haben den Cup schon einmal gewonnen. Ebenfalls am Mittwochabend tritt Regionalligist Alemannia Aachen beim Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven an.

Am Mittwochabend hat das Warten ein Ende. Die Spieler und Anhänger von vier weiteren Vereinen dürfen sich auf das Viertelfinale im Bitburger-Pokal freuen. Mit dem Landesligisten 1. FC Spich und dem Drittligisten FC Viktoria Köln sind zwei Teams schon einen Schritt voraus. Sie haben das Semifinale bereits erreicht und treffen dort aufeinander. Dennoch wird man in Spich und bei der Viktoria mit Spannung verfolgen, wer sich noch durchsetzt und als Endspiel-Kontrahent in Frage kommt.

Ganz so weit voraus geht der Blick der Verantwortlichen des Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven noch nicht. Denn im Viertelfinale wartet ein gewaltiger Brocken auf das Team. Die Borussia erwartet den Traditionsverein Alemannia Aachen (Mi., 18.30 Uhr, Ederener Str.). „Das ist definitiv ein Highlight-Spiel für uns alle“, sagt Borussia-Coach Kevin Kruth. Selbstverständlich sei die Alemannia als Regionalligist favorisiert, meint er. Doch Kruth lässt der Hoffnung auf eine Überraschung ein Hintertürchen offen. „Während wir als Liga-Fünfter in der Meisterschaft ohne großen Druck aufspielen und uns voll auf das Pokalspiel fokussieren können, ist Aachen Woche für Woche im Abstiegskampf gefordert. Das könnte vielleicht ein kleiner Vorteil für uns sein“, meint er. Und nach einer Zeit mit einigen coronabedingten Ausfällen sei man nun personell gut aufgestellt, sagt Kruth, der auf die Achse um Innenverteidiger Christian Kreutzer, Sechser Armand Drevina und Spielmacher Niklas Koppitz setzt.

Neuauflage der Partie von 2019

Vor rund drei Jahren, Anfang März 2019, standen sich die beiden Vereine schon einmal im Viertelfinale des Bitburger-Pokals gegenüber. Damals bot die Borussia den Aachenern lange Zeit Paroli, musste sich aber letztlich mit 1:3 geschlagen geben. „Der Vergleich mit der Alemannia ist also nicht neu für uns. Wir freuen uns darauf“, betont Borussia-Geschäftsführer Achim Gehlen. Er rechnet mit mehr als 1000 Zuschauern und entsprechend guter Stimmung auf der Anlage.

Der Aachener Trainer Fuat Kilic macht sich angesichts des motivierten Underdogs keine Sorgen. Diese Ausgangssituation kenne seine Mannschaft. „Und bisher sind wir immer sehr souverän damit umgegangen“, sagt er. Das Ziel sei das Finale in Köln, dafür müsse man noch zwei Schritte absolvieren. Dass man parallel dazu im Kampf um den Klassenerhalt gefordert sei, hält er für unproblematisch. „Seit Jahresbeginn punkten wir regelmäßig. Das ist entscheidend“, macht Kilic klar. Zwar habe man die Abstiegsränge noch nicht verlassen, das habe aber mit der bislang ebenfalls guten Ausbeute einiger Konkurrenten zu tun. „Ich habe immer gesagt, es wird bis zum Ende eine enge Kiste. So ist Fußball. Darauf haben wir uns eingestellt“, so Kilic. Wenn der Klassenerhalt glücke und man im Pokal das Endspiel erreiche, habe man eine schwierige Saison korrigiert. „Und genau das ist unser Ziel“, erklärt der Alemannia-Trainer, der den Klub 2019 schon einmal zum Titelgewinn im Bitburger-Pokal führte.

Begegnung zweier Erfolgsteams

Mit dem 1. FC Düren und Fortuna Köln stehen sich im zweiten noch ausstehenden Viertelfinale ebenfalls zwei Vereine gegenüber, die den Cup bereits gewinnen konnten (Mi., 19 Uhr, Düren, Mariaweilerstraße). Düren sicherte sich den Titel zuletzt 2020, die Fortuna 2013. Beide Teams schrieben aber auch in der jüngsten Vergangenheit eine Erfolgsgeschichte. Düren führt die Mittelrheinliga-Tabelle an und hat seit Jahresbeginn noch nicht verloren, die Kölner gehören zur Spitzengruppe der Regionalliga und haben das Thema Aufstieg noch nicht abgeschrieben. Für Fortuna-Coach Alexander Ende hat die Zielgerade der Spielzeit besonderen Charakter. Er hat vor wenigen Tagen angekündigt, den Südstadt-Klub im Sommer zu verlassen. „Zum Abschied würde ich gerne das Finale erreichen“, sagt Ende. Der Weg sei inzwischen nicht mehr allzu weit. „Wir müssen nur noch zwei Siege einfahren. Ich bin überzeugt davon, dass wir alles reinhauen werden“, kündigt er an. Düren sei allerdings ein starker Rivale, mit vielen Akteuren, die schon in höheren Ligen gespielt hätten. Daher sei er froh, auf einen großen Kader zurückgreifen zu können. Lediglich Nico Brandenburger und Seymour Fünger werden fehlen. Fraglich ist noch der Einsatz des an der Schulter verletzten Stipe Batarilo.

Düren glückt Generalprobe

Auch der Dürener Trainer Giuseppe Brunetto kann auf eine starke Formation zurückgreifen. Nachdem die Generalprobe mit einem 3:2 beim VfL Alfter erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, freut er sich nun auf das Cup-Duell. „Wir haben in der Meisterschaft unsere Aufgaben zuletzt gut erledigt. Jetzt sind wir bereit für den Pokal“, sagt er. Die Chancen auf ein Weiterkommen taxiert Brunetto auf 45:55. „Chancenlos sind wir sicherlich nicht“, meint er.

Das Ziel ist also das Finale im Bitburger-Pokal. Dieses wird am 21. Mai im Kölner Sportpark Höhenberg ausgetragen. Diesen Endspielort gab der FVM unlängst für die kommenden fünf Jahre bekannt. Im Pokal auf Mittelrheinebene werden bei den Herren im Bitburger-Pokal insgesamt sechs Runden (inklusive Finale) ausgespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Der Sieger des Bitburger-Pokals qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals. Die Frauen bestreiten ihr Viertelfinale im FVM-Pokal am 16. April, ehe es am 26. Mai zum Halbfinale und am 16. Juni in Arnoldsweiler zum Endspiel kommt.

Bitburger-Pokal

Halbfinalpartien: 

1.FC Spich (LL) - FC Viktoria Köln (3. Liga)
Sieger aus 1.FC Düren (ML) / SC Fortuna Köln (RL)  Sieger aus SC Bor. Freialdenhoven (ML) – TSV Alemannia Aachen (RL) * ggf. Heimrecht-Tausch

Geplante Spieltermine: 

Ausstehende Viertelfinalspiele: 
Borussia Freialdenhoven (ML) – Alemannia Aachen (RL): 6. April, 18.30 Uhr
1. FC Düren (ML) – Fortuna Köln (RL): 6. April, 19.00 Uhr 
Halbfinale: 20. April 2022 
Finale:     21. Mai 2022 im Sportpark Höhenberg

Aktuelle Ansetzungen unter www.fussball.de

 

Mehr zum Thema:

Weitere Informationen zum neuen Finalspielort finden Sie hier.

Einen Rückblick auf die vergangenen Bitburger-Pokal-Finaltage finden Sie hier.

Die aktuellen Ansetzungen finden Sie unter www.fussball.de.

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