Bitburger-FVM-Pokal: Fortuna Köln bezwingt Bonner SC und steht im Finale

Bitburger-FVM-Pokal: Fortuna Köln bezwingt Bonner SC und steht im Finale

Darauf dürften nicht wenige Fußball-Fans in der Rheinmetropole gehofft haben: Das Endspiel im Bitburger-Pokal wird zu einem Kölner Stadtduell. Nach dem Drittligisten Viktoria Köln hat am Mittwochabend (1. April) mit dem Regionalliga-Spitzenreiter S.C. Fortuna Köln auch der Rivale aus der größten Stadt am Mittelrhein den Finaleizug perfekt gemacht. Das Team um Fortuna-Trainer Matthias Mink bezwang in einem packenden Pokal-Fight vor 4994 Zuschauer*innen im heimischen Südstadion den Ligarivalen Bonner SC mit 4:1 (1:0).

„Die Jungs spielen eine herausragende Pokal-Serie, so haben wir es uns erträumt. Wir sind im Finale und haben nun ein geiles Derby gegen die Viktoria“, freute sich Mink über den Erfolg. Sein Pendant auf der Viktoria-Bank, Marian Wilhelm, hatte bereits nach dem 4:1-Halbfinalsieg beim Mittelrheinligisten Eintracht Hohkeppel von der Aussicht auf ein besonderes Finale gesprochen. Beide potenziellen Endspiel-Gegner seien tolle Mannschaften, für die Fans aber habe ein Derby spezielle Brisanz, erklärte dieser.

Finale am 23. Mai im Sportpark Höhenberg

Wie sehr die Fortuna den Sprung ins Finale am 23. Mai 2026 im Kölner Sportpark Höhenberg wollte, war gegen den Bonner SC von Beginn an zu spüren. Die Gastgeber bestimmten die Partie, doch das Team um BSC-Trainer Björn Mehnert verteidigte geschickt und ließ nur wenig zu. Ein Lattentreffer nach 26 Minuten blieb zunächst die überschaubare Ausbeute der Kölner. Das änderte sich fünf Minuten später, als nach einem zunächst abgeblockten Abschluss der Ball bei Georg Strauch landete, der per Direktabnahme zum 1:0 traf (31.). „Bis dahin haben wir zu ängstlich und mutlos gespielt. Der Rückstand war durchaus verdient“, sagte Mehnert. Seine Mannschaft musste nun reagieren. Und beinahe wäre ihr die schnelle Antwort geglückt: Jonas Berg hatte aber Pech, als sein Kopfball nach 37 Minuten am Querbalken landete. „Wir haben dann endlich mitgespielt“, lobte Mehnert seine Elf für deren Elan.

So turbulent ging es nach dem Seitenwechsel aber nicht weiter. Erst in der Schlussphase nahm die Begegnung wieder richtig Tempo auf. In der 78. Minute kombinierten sich die Gäste gut nach vorne. Jonas Berg behauptete den Ball, setzte Yannik Schlößer in Szene, der mit seinem Schuss ins lange Eck dem Fortuna-Keeper Lennart Winkler keine Chance lief und somit für den Ausgleich sorgte. Nun war wieder die Fortuna am Zug. Und wie. Nachdem zunächst Schüsse abgeblockt worden waren, gelang es Luca Majetic doch noch, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 ins Tor zu schießen (82.). Der BSC hatte sich von diesem Rückschlag noch nicht richtig erholt, da sah der Bonner Bogdan Shubin für eine Notbremse gegen Adrian Stanilewicz die Rote Karte (87.).

Gastgeber überzeugen in den Schlussminuten

In Unterzahl wurde es nun schwierig für die Gäste, der Partie noch einmal eine Wendung zu geben. Die Fortuna hatte Oberwasser und war letztlich nicht mehr aufzuhalten. Tom Geerkens erzielte nach einem Doppelpass mit Enzo Wirtz das 3:1 (90.), ehe Vleron Statovci nach Vorlage von Strauch zum 4:1-Endstand traf (90.+1).

„Das Ergebnis ist einen Tick zu hoch ausgefallen. Am Ende haben wir aber auch die Räume gut genutzt“, meinte Fortuna-Coach Mink, während Mehnert sagte, seine Elf sei nach der Halbzeit richtig gut drin gewesen und habe verdient das 1:1 erzielt, „aber wir haben dann zu schnell das 1:2 bekommen und mit der Roten Karte war das Spiel durch“. Letztlich habe sich die Fortuna in den letzten Minuten keine Blöße gegeben und diese wie ein Spitzenteam heruntergespielt.

 

Kurz-Infos zum Bitburger-Pokalfinale:

  • Das Finale findet am 23. Mai 2026 im Kölner Sportpark Höhenberg statt.  
  • Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.
  • Weitere Informationen zum Vorverkaufsstart für Tickets, zur Anstoßzeit und TV-Übertragung folgen in den kommenden Wochen.

 

Bildquelle: FVM/Fabian Navarro Rubio
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