Am Mittwochabend sind im Bitburger-Pokal die beiden noch ausstehenden Viertelfinal-Partien gespielt worden. Die Fußballer des Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven zeigen im Viertelfinale des Bitburger-Pokals gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen eine tolle Leistung, müssen sich aber mit 1:3 nach Verlängerung beugen. Regionalligist Fortuna Köln gewinnt mit 1:0 beim Mittelrheinliga-Spitzenreiter 1. FC Düren.
Beim Verlierer wich der Frust über die Niederlage nach dem Abpfiff schnell Stolz und Zufriedenheit. Das hatte gute Gründe. Die Fußballer des Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven hatten gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen eine couragierte Leistung gezeigt und den Favoriten in die Verlängerung gezwungen. Erst nach 120 Minuten stand das Ausscheiden im Viertelfinale des Bitburger-Pokals angesichts der 1:3-Niederlage fest. Für die späte Entscheidung in dieser packenden Partie hatten Marco Müller (105.) und Alexander Heinze (106.) mit ihren Toren gesorgt.
„Natürlich ist es schade, dass es nicht geklappt hat, aber die Jungs haben es richtig gut gemacht. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Borussia-Geschäftsführer Achim Gehlen. „Die intensive Arbeit rund um die Begegnung hat sich absolut gelohnt.“ Tatsächlich hatten Gehlen und seine Mitstreiter für stimmige Rahmenbedingungen gesorgt. „Organisatorisch hat alles gepasst“, so Gehlen, der sich über die stattliche Kulisse von 1210 Zuschauern im Stadion an der Ederener Straße freuen durfte.
Monath lässt Alemannia-Angreifer verzweifeln
Den besseren Start in das Match erwischte die Alemannia. Einem frühen Torerfolg stand allerdings mehrfach der gut aufgelegte Borussia-Keeper Alexander Monath im Weg. „Es hat überragend gespielt“, fand Borussia-Coach Kevin Kruth. Mit zunehmender Spielzeit agierte Freialdenhoven etwas selbstbewusster, und doch fiel noch vor der Pause das 1:0 für Aachen: Im Anschluss an eine Ecke zog Ergün Yildiz von der Strafraumkante ab und überwand Monath mit seinem platzierten Schuss (44.). Kurz darauf hätte Jannis Held auf 2:0 erhöhen können, auch er scheiterte aber bedrängt von einem Gegenspieler am Borussia-Torhüter.
Nach dem Wiederanpfiff verstärkte Freialdenhoven notgedrungen seine Offensivbemühungen und wurde nach 59 Minuten belohnt. Beim Ausgleich profitierten die Gastgeber allerdings von einem Patzer des Alemannia-Torwarts Joshua Mroß. Dieser spielte den Ball dem lauernden Borussia-Torjäger Niklas Koppitz unfreiwillig in die Füße. Koppitz legte quer auf den kurz zuvor eingewechselten Marco Weingart, der zum 1:1 einschoss.
Kilic spricht von verdientem Sieg
Nun war wiederum Aachen gefordert. Und das Team um Alemannia-Trainer Fuat Kilic bemühte sich auch um eine schnelle Antwort, ließ allerdings alle Möglichkeiten ungenutzt. So ging es in die Verlängerung. Nun machte sich die stärkere Physis der Regionalliga-Akteure bemerkbar. Müller erzielte nach Vorarbeit von Peter Hackenberg mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 2:1 (105.), ehe Heinze unmittelbar nach dem erneuten Seitenwechsel das 3:1 glückte. „Aachen hatte sicherlich deutlich mehr Torchancen, aber wir waren immer dran und haben eine super Mentalität bewiesen“, fand Kruth, während sein Aachener Kollege von einem verdienten Weiterkommen sprach. „Wir waren auch in der Verlängerung das Team, das den Sieg einfach mehr wollte“, so Alemannia-Trainer Fuat Kilic, dessen Team im Halbfinale beim Ligarivalen Fortuna Köln antritt.
Fortuna siegt beim 1. FC Düren
Die Kölner machten nämlich nahezu zeitgleich mit einem 1:0 (1:0) beim 1. FC Düren den Einzug ins Semifinale perfekt. Damit darf Fortuna-Coach Alexander Ende, der vor wenigen Tagen angekündigt hatte, den Südstadt-Klub im Sommer zu verlassen, weiterhin vom perfekten Abschied mit Aufstieg und Pokalsieg träumen. Der Tabellendritte der Regionalliga West hatte in Düren mit heftiger Gegenwehr gerechnet. Und diese Prognose bewahrheitete sich. Die Dürener spielten mutig und sie hatten durch Adis Ommerbasic bereits nach zehn Minuten eine erste gute Torchance. Der Dürener schoss allerdings über das Fortuna-Tor. Auch in der Folge gingen die Dürener etwas leichtfertig mit ihren Möglichkeiten um. Das machte ausgerechnet der an der Schulter verletzten Stipe Batarilo auf der Gegenseite besser, als er nach einer Vorlage von Leon Demaj das 1:0 erzielte (41.). Es blieb letztlich das einzige Tor des Tages. Auch, weil Fortuna-Keeper André Weis einen Schuss des Düreners Marc Brasnic stark parierte.
„Es war das erwartet schwere Spiel, wobei unsere Leistung auch eher durchwachsen war“, meinte Ende. Letztlich gehe es aber nur um das Weiterkommen. „Einen Schönheitspreis gibt es nicht zu gewinnen“, so der Fortuna-Trainer. Nun freue man sich auf das Heimspiel gegen den Ligarivalen Aachen. „Das wird ein Highlight, beide Teams werden alles reinwerfen, um dieses tolle Spiel im Mai bestreiten zu dürfen“, sagte Ende mit Blick auf das Finale am 21. Mai im Kölner Sportpark Höhenberg. Die übrigen beiden Bewerber sind der Landesligist 1. FC Spich und Drittligist FC Viktoria Köln, die sich im anderen Halbfinale gegenüberstehen.
Im Pokal auf Mittelrheinebene werden bei den Herren im Bitburger-Pokal insgesamt sechs Runden (inklusive Finale) ausgespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Der Sieger des Bitburger-Pokals qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals.
Die Frauen bestreiten ihr Viertelfinale im FVM-Pokal am 16. April, ehe es am 26. Mai zum Halbfinale und am 16. Juni in Arnoldsweiler zum Endspiel kommt.
Die Viertelfinalspiele im Überblick:
Borussia Freialdenhoven (ML) – Alemannia Aachen (RL): 1:3 n.V.
1. FC Düren (ML) – Fortuna Köln (RL): 0:1
1. FC Spich (LL) – FC Pesch (ML) 3:1
FC Hürth (ML) – FC Viktoria Köln (3. Liga) 0:1
Halbfinale:
1.FC Spich (LL) - FC Viktoria Köln (3. Liga): 16. April, 15.30 Uhr
Fortuna Köln (RL) – Alemannia Aachen (RL): 17. April, 14.30 Uhr
Aktuelle Ansetzungen unter www.fussball.de
Finale:
21. Mai 2022 im Sportpark Höhenberg
