Bitburger-FVM-Pokal: Viktoria Köln gewinnt Pokalfight am Tivoli - auch Blau-Weiß Köln im Halbfinale

Bitburger-FVM-Pokal: Viktoria Köln gewinnt Pokalfight am Tivoli - auch Blau-Weiß Köln im Halbfinale

Der Drittligist FC Viktoria Köln hat sich in einem packenden Spiel beim Regionalligisten Alemannia Aachen mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt und das Halbfinale im Bitburger-Pokal erreicht. In der Vorschlussrunde stehen auch der Regionalligist 1. FC Düren, Mittelrheinligist Eintracht Hohkeppel und Bezirksligist SC Blau-Weiß Köln.

7300 Zuschauer am Aachener Tivoli sorgten für einen beeindruckenden Rahmen und auf dem Platz taten die mit insgesamt 15 Titeln erfolgreichsten Teams in der Geschichte des Cup-Wettbewerbs auf Verbandsebene alles dafür, die gute Stimmung in der Arena zu schüren. Drittligist Viktoria Köln und der heimische Regionalligist lieferten sich einen wahren Pokalfight, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. Nach 95 Minuten war es Jamil Siebert, der im Anschluss an eine Flanke in den Strafraum und einem Kopfball von Michael Schultz den Ball aus kurzer Distanz ins Aachener Tor beförderte. Niemand habe an diesem Abend sein Kommen bereut, war sich Viktoria-Coach Olaf Janßen nach dem Abpfiff sicher. „Ich bin sehr froh, Aachen als Sieger verlassen zu können“, so der Kölner, der nun vom neunten Titelgewinn seines Klubs träumen darf.

Tatsächlich hatten die Aachener Janßens Team alles abverlangt. Am Ende einer ausgeglichenen ersten Hälfte hätte Sebastian Schmitt die Gastgeber beinahe sogar in Führung gebracht, er scheiterte jedoch am Kölner Keeper Ben Voll. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Viktoria aber stärker. Das sah auch Alemannia-Trainer Helge Hohl so: „Ab der 70. Minute hat man gemerkt, dass unsere Spielweise Kräfte gekostet hat.“ Dennoch blieb seine aufopferungsvoll kämpfende Elf im Match. Und nachdem auch ein Kopfball Robin Meißners das Aachener Tor knapp verfehlt hatte, folgte mit der Verlängerung ein packender Showdown mit dem besseren Ende für den Drittligisten. „Natürlich sind wir alle enttäuscht – am Ende des Tages können wir aber alle in den Spiegel schauen und wissen, dass wir alles gegeben haben“, schloss Hohl seinen Frieden mit den Geschehnissen des Abends.
 

FC Hürth verpasst Überraschung gegen 1.FC Düren

Beeindruckende Gegenwehr lieferten auch die Fußballer des Mittelrheinligisten FC Hürth im heimischen Salus-Park dem favorisierten Regionalligisten 1. FC Düren. Doch die Hürther, die noch in der ersten Runde den Regionalligisten SC Fortuna Köln aus dem Wettbewerb geworfen hatten, verpassten beim 2:3 (0:2) eine weitere Überraschung. „Unter dem Strich war es ein verdienter Erfolg“, fand der Dürener Trainer Boris Schommers, der allerdings zwischenzeitlich um das Weiterkommen bangen musste. Dabei hatte seine Mannschaft einen perfekten Start erwischt. Nach einer Ecke traf Elias Egouli per Kopfball nach nur zwei Minuten zum 1:0. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir hatten vor dem Wechsel die Partie absolut im Griff“, so Schommers, der auch noch das 2:0 durch Ismail Harnafi bejubeln durfte. Nach dem Wiederanpfiff sorgte dann aber Yousef Keshta mit dem frühen Anschlusstreffer für neue Hoffnung in den Reihen der Gastgeber. „Das war ein Traumtor“, sagte Schommers über den fulminanten Distanzschuss in den Winkel. Danach sei Stimmung aufgekommen, so der Dürener Trainer: „Für Hürth war das schön, für uns weniger.“ Mike Owusu stellte aber wieder den alten Abstand her, ehe Tomoya Ito noch zum 2:3-Endstand traf.
 

Underdog Blau-Weiß Köln feiert Pokal-Party

Dass man auch am Aschermittwoch eine ausgelassene Party in Köln feiern kann, bewiesen die Spieler des letzten im Bitburger-Pokal verbliebenen Bezirksligisten, SC Blau-Weiß Köln. „Wir reißen heute die Hütte ab“, sprudelte es aus Raffaelo Wolf, Sportlicher Leiter der Kölner, vor der Abfahrt in die Vereinskneipe heraus. Seine Mannschaft hatte kurz zuvor mit einem 3:2 (1:0)-Erfolg den Mittelrheinligisten BC Viktoria Glesch-Paffendorf aus dem Bitburger-Pokal geworfen. „Der Underdog lebt“, freute sich Wolf. Sein Team habe schlicht mehr investiert und mit großer Leidenschaft den Traum vom Halbfinale wahr gemacht. Vinicio Antonio Evora, Tilmann Demmer und Simon Bloess trafen für Blau-Weiß.
 

Eintracht Hohkeppel schreibt Vereinsgeschichte

Mittelrheinligist SV Eintracht Hohkeppel hat erstmals das Halbfinale im Bitburger-Pokal erreicht. „Wir haben ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben“, machte Kevin Theisen, Sportlicher Leiter in Hohkeppel, deutlich. Zudem glückte mit dem 4:3 n.V. gegen den Ligarivalen Bonner SC die erhoffte Revanche für ein 0:5 in der Meisterschaftshinrunde. Der Spieler des Abends kam dabei von der Bank: Shunya Hashimoto ließ seiner Einwechslung in der Schlussphase sage und schreibe drei Tore folgen. Damit glich er zunächst die 2:0-Führung der Bonner durch den Doppeltorschützen Leon Augusto aus, ehe er in der Verlängerung mit dem 3:2 die Weichen zum Sieg stellte. Manuel Kabambi erhöhte auf 4:2, ehe Jan Luca Prangenberg kurz vor Schluss zum 3:4-Endstand traf. Nach einem Platzverweis für den Bonner Torhüter Ron Meyer hatten die Gäste rund 40 Minuten in Unterzahl spielen müssen. „Wir haben überragende Moral gezeigt und waren nachher die bessere Mannschaft“, fand Theisen.


Modus und Termine

Gespielt werden im Bitburger-Pokal fünf Runden inklusive Finale, bis der neue Bitburger-Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Ausgetragen wird das Bitburger-Pokalfinale am 3. Juni zum zweiten Mal im Sportpark Höhenberg in Köln. Geplant ist wieder eine Übertragung der ARD als Live-Konferenz im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure. Die Sieger des Wettbewerbs qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Die Halbfinalpaarungen werden am 28. Februar live auf Facebook ausgelost, dann wieder zusammen mit der nächsten Runde im Ford-Pokal der Frauen.


Das Viertelfinale des Bitburger-Pokals:

  • SV Eintracht Hohkeppel (ML) - Bonner SC (ML) 4:3 n.V.
  • SC Blau-Weiß 06 Köln (BL) - BCV Glesch-Paffendorf (ML) 3:2
  • FC Hürth (ML) - 1. FC Düren (RL) 2:3.
  • Alemannia Aachen (RL) - FC Viktoria Köln (3. Liga) 0:1 n.V.


Weitere Spieltermine Bitburger-Pokal

  • Halbfinale: 21. bis 23. März 2023
  • Finale: 3. Juni 2023
 
Mehr zum Thema:

FVM startet große Umfrage zum Bitburger-Pokal: Jetzt hier mitmachen!

Weiter Informationen zum Bitburger-Pokal finden Sie hier.

Nach oben scrollen