Ein Pokalsensation war für die Frauen von Vorwärts SpoHo keineswegs außerhalb jeder Reichweite, unter dem Strich waren die Gäste aus Rheinland-Pfalz, die in der 2. Bundesliga spielen, jedoch einen Tick abgeklärter, erzielten die Tore auch zu Zeitpunkten, die für die SpoHo-Frauen eher unglücklich waren. Ein wirklicher Klassenunterschied der Teams war kaum erkennbar.
Zwischenzeitlich war die Austragung der Begegnung sogar gefährdet, da sich an einem Strafraum ein Stück der Kunstrasenlinie gelöst hatte. Nach gewissen Reparaturarbeiten und mit Einverständnis aller Beteiligten wurde dann jedoch mit der Verzögerung einer knappen halben Stunde angepfiffen. Die „geflickte“ Stelle verursachte auch dann keinerlei Probleme.
SpoHo ging bereits in der 4. Minute in der recht gut gefüllten Ostkampfbahn im Sportpark Müngersdorf durch Prisca Luise Eva Volmary mit 1:0 in Führung.
Leider konnte der 1. FFC Niederkirchen zu schnell (10. Minute) durch Romina Bornschein ausgleichen. Pech auch, dass die Gäste noch vor dem Wechsel (44.) zur 2:1-Führung durch Kristin Götz kamen.
Im 2. Durchgang drängte Vorwärts SpoHo durchaus mit Macht auf den Ausgleich, kam auch zu Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Als Melanie Radtke (80.) für Niederkirchen das 3:1 erzielte, war die Begegnung entschieden.
Als Fazit kann man festhalten, dass sich der FVM-Pokalsieger auf jeden Fall bestens verkauft hat, bot auch den vielen Fans in der Ostkampfbahn ein echtes Frauen-Fußball-Event, die nicht nur ob des guten Wetters bester Stimmung waren.
Unter den zahlreichen Zuschauern am Fusse des RheinEnergie-STADION sah man auch Anja Hompesch, Vorsitzende des FVM-Verbandsausschusses für Frauenfußball, wie ihre Vorgängerin Ingrid Wüst.
Vorwärts SpoHo Köln ist zudem noch an anderer Stelle derzeit recht aktiv, beginnt doch am kommenden Dienstag bei dem Verein ein neuer C-Lizenz-Trainerlehrgang des Fußballkreises Köln.
Das 2. Team aus dem Kreis Köln bzw. dem FVM, der 1. FC Köln, setzte sich mit 2:0 (0:0) beim FFC Wacker München durch, musste allerdings lange warten, bis Meike Meßmer in der 75. und 80. Minute die beiden Treffer erzielen konnte.
