Das Bertram-Möthrath-Stadion in Arnoldsweiler, Hölderlinweg 9, ist am Donnerstag, 8. Juni (Fronleichnam), Austragungsstätte der Endspiele im ARAG-Jugendpokal der B- und C-Juniorinnen, ehe es an gleicher Stelle zum Finale im Ford-Pokal der Frauen kommt. Dabei fordert der Mittelrheinligist SC West in einem stadtinternen Vergleich den Regionalligisten Fortuna Köln heraus.
Mit einem Erfolg können die Spielerinnen der beiden Teams ein Stück Geschichte schreiben: Erstmals geht es bei dem Endspiel im Cup-Wettbewerb auf Verbandsebene nämlich um den Ford-Pokal.
Der Name der begehrten Trophäe verleiht der strategischen Partnerschaft des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM) und des Automobilherstellers Ausdruck, die sich seit Saisonstart Seite an Seite für die Förderung von Frauen im Fußball sowie für allgemeine Formate zur Qualifizierung von Frauen in Sport oder Beruf einsetzen. „Dass sich so ein namhaftes Unternehmen wie Ford im Frauenfußball engagiert, ist ein tolles Zeichen“, findet Fortuna-Abteilungsleiter Achim Stuhr.
Frauenfußball im Aufwind
Der Frauenfußball befindet sich offensichtlich auf dem Weg nach oben. Das gilt im Allgemeinen und auch im Speziellen. Denn hinter dem Südstadtklub liegt eine erfolgreiche Zeit. Im vergangenen Jahr glückte mit Pokalsieg und Mittelrhein-Meisterschaft das Double und nach dem Aufstieg haben sich die Kölnerinnen um ihre Spielführerin Hanna de Haan schnell in der Regionalliga etabliert. Platz fünf im Abschlussklassement ist der beste Beleg dafür. Mit einem Sieg am Donnerstag würde man dieser Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Und die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Als klassenhöherer Verein geht die Fortuna als Favorit auf den Platz. „Man soll aber nie einen Gegner auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Stuhr. Zumal der SC West über einige erfahrene Spielerinnen verfüge. „Ich habe keine Zweifel daran, dass wir die Aufgabe absolut ernsthaft angehen“, betont Stuhr.
Im bisherigen Wettbewerb wurde seine Mannschaft der Favoritenrolle stets gerecht. Im Achtelfinale feierte das Team um Fortuna-Trainer Marc Gertzen ein souveränes 7:0 beim Mittelrheinligisten Sportfreunde Ippendorf. Anschließend warf man im Viertelfinale einen weiteren Mittelrheinligisten aus dem Wettbewerb: 4:0 hieß es nach 90 Minuten bei den Sportfreunden Uevekoven.
Spannend wurde es dann in der Vorschlussrunde, als der Titelverteidiger in einer Neuauflage des Vorjahresfinals den Regionalliga-Kontrahenten Vorwärts SpoHo Köln mit 6:4 (1:1, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen bezwingen konnte. „Da hatten wir auch das nötige Glück“, fand Gertzen, der am Donnerstag auf seine beste Torjägerin verzichten muss: Vivien Schwing fällt mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Sie könnte von Kira Gauger oder Alica Linden ersetzt werden.
Spannendes Semifinale
Auch der SC West ließ souveränen Siegen in den ersten Pokalrunden eine Zitterpartie folgen. Im Achtelfinale gewannen die Neuehrenfelderinnen mit 5:1 beim Bezirksligisten TB-SV Füssenich-Geich, ehe ein 4:2 gegen den Ligarivalen SV Viktoria Waldenrath/Straeten glückte. Im Halbfinale musste dann auch das Team um SC-Trainerin Deborah Timm Nervenstärke beweisen. Gegen den Ligarivalen SV Allner-Bödingen machte man bis zum Ablauf der regulären Spielzeit aus einem zwischenzeitlichen 0:2 ein 2:2 und schließlich in der Verlängerung einen 5:2-Erfolg.
Nun gilt es, einem Favoriten Paroli zu bieten. „Je länger es 0:0 steht, desto besser für uns“, glaubt Fred Lindenberg, Abteilungsleiter beim SC West. „Vielleicht wird die Fortuna ja nervös“, hofft er. Klar ist, dass man alles für einen Erfolg tun wird. „Wenn man auf den Platz geht, will man auch gewinnen. Das geht jedem Fußballer und jeder Fußballerin so“, stellt der Abteilungsleiter fest. Lindenberg hofft, dass die Leistungsträgerinnen um Flügelstürmerin Carolin Dej, Lea Oetker auf der Sechser-Position allesamt fit sind. Angreiferin Maria Bienentreu war zuletzt leicht angeschlagen, am Donnerstag sollte sie allerdings wieder spielen können.
Modus und Termine
Mit dem Endspiel in Arnoldsweiler steht die vierte Runde im Ford-Pokal an. Dabei geht es nicht nur um den Titel, sondern auch um die Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Das Finale beginnt um 15 Uhr. Los geht im Bertram-Möthrath-Stadion bereits ab 11 Uhr. Dann treffen dort die C-Juniorinnen des Mittelrheinligisten SV Blau-Weiß Hand und die U-15-Mannschaft des 1. FC Köln aufeinander. Im Finale der B-Juniorinnen, das um 13 Uhr folgt, kommt es zum rheinischen Derby zwischen dem letztjährigen Champion Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln.
Hinweis zum Eintritt
Ab 14 Uhr wird es für das FVM-Pokalfinale der Frauen eine Tageskasse geben. Reguläre Tickets kosten 5 Euro. Ermäßigten Eintritt (3 Euro) zahlen Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Rentner*innen, Hartz-IV-Empfänger*innen, Rollstuhlfahrer*innen (mit einer Begleitperson) und Schwerbehinderte (unter Vorlage eines entsprechenden Nachweises). Freien Eintritt haben neben Inhaber*innen von FVM-Mitarbeiter*innenausweisen und DFB-SR*innen Ausweisen alle Personen unter 18 Jahren. Es ist nur Barzahlung möglich.
Die Partien im Überblick
C-Juniorinnen: SV Blau-Weiß Hand – 1. FC Köln U 15 (11 Uhr)
B-Juniorinnen: Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Köln (13 Uhr)
Frauen: S.C. Fortuna Köln – SC West Köln (15 Uhr)
Weitere Informationen zum Ford-Pokal gibt es hier.
Informationen zum ARAG-Jugendpokal sind hier zu finden.
