Ford-Pokalfinale: S.C. Fortuna Köln verteidigt Titel gegen den TSV Alemannia Aachen

Ford-Pokalfinale: S.C. Fortuna Köln verteidigt Titel gegen den TSV Alemannia Aachen

Das Finale im Ford-Pokal der Frauen hinterließ nicht nur zufriedene Gewinnerinnen aus den Reihen des S.C. Fortuna Köln. Auch beim Regionalliga-Rivalen TSV Alemannia Aachen konnte man trotz der 1:2 (0:1)-Niederlage gut mit den Ereignissen leben. „Wir sind absolut stolz auf die Mannschaft und die Pokal-Saison“, erklärte Kathrin Plum, Co-Trainerin der Alemannia, nach dem Spiel, das mit dem FVM-Endspieltag der Frauen und Jugend auf der Anlage des FC Viktoria Arnoldsweiler einen stimmungsvollen Rahmen gefunden hatte. Während Plum die Courage und Leistung ihrer Spielerinnen lobte, machte sich der Fortuna-Tross allmählich auf den Heimweg in die Kölner Südstadt, um am Vereinsheim eine Party steigen zu lassen. „Wir werden die Nacht zum Tage machen“, kündigte Fortuna-Trainer Marc Gertzen an.

Seine Mannschaft hatte sich Euphorie und Glückseligkeit verdient. Im angesichts des Regens kurzfristig auf den benachbarten Kunstrasenplatz verlegten Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine erwiesen sich die Kölnerinnen letztlich als das bessere Team. Dabei hätte die Partie auch einen anderen Verlauf nehmen können, wenn der Abschluss von Aachens Toptorjägerin Sarah Giebels nach wenigen Sekunden nicht geblockt worden wäre. „Das war schade“, so Plum. Weitere Chancen blieben zunächst rar. „Beide Mannschaften wollten keine Fehler machen, das hat man gemerkt“, so Gertzen, dessen Elf dann aber doch nach 28 Minuten einen ersten entscheidenden Stich setzte: Vivien Schwing zog in den Strafraum, spielte ab und der leicht abgefälschte Ball landete vor den Füßen von Isabel Pfeiffer. Letztere traf mit einem präzisen Schuss zum Kölner 1:0. „Das Ding war unhaltbar“, lobte Gertzen die Schützin für den angesichts der größeren Spielanteile verdienten Führungstreffer. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen.

Alemannia macht es spannend

Den besseren Start nach dem Wiederanpfiff erwischte der Titelverteidiger aus der Rheinmetropole. „Wir waren gut drin, haben Räume für unser Spiel gefunden“, fand Gertzen, der nach 55 Minuten das 2:0 bejubeln durfte. Dieses Mal hatte Fabienne Meder mit ihrer Flanke Schwing gefunden, die per Kopfball traf. „Danach haben wir es dann aber verpasst, die Kontrolle zu behalten“, ärgerte sich Gertzen. Was folgte, war das schnelle 1:2 durch Giebels nach Vorlage von Narjiss Ahamad (56.) und dann eine Nervenprobe für alle, die es mit der Fortuna hielten. „Kompliment an Aachen. Sie haben alles reingeworfen“, so der Kölner Coach. Auch Plum war angetan von Leidenschaft und Willen ihrer Spielerinnen. „Es war spannend, hat aber leider nicht mehr zum Ausgleich gereicht“, sagte sie.

Die Partie werde dennoch einen besonderen Platz in ihrer Erinnerung behalten, so Plum. „Der ganze Rahmen bei dem Endspieltag war toll, die Anlage richtig gut besucht“, erklärte sie. Auf dem Saisonabschlussfest am Freitag könne man zufrieden feiern. Ein wenig Wehmut dürfte jedoch mitschwingen. Alemannia-Trainer Gökhan Demirci wird nach der Saison eine Pause einlegen, seine Co-Trainerin Plum erwartet ein Kind und wird sich ebenfalls vom Team verabschieden. Zwei Jahre lang haben die zwei in der jetzigen Konstellation für die Alemannia gearbeitet.

Fortuna steht im DFB-Pokal

Nach sogar fünf Jahren wird Marc Gertzen sich vom Job auf der Fortuna-Bank verabschieden. „Der Gedanke daran geht mir nahe. Schon die Ansprache vor dem Spiel war extrem emotional für mich“, so Gertzen. Der 37-Jährige wechselt aus gesundheitlichen Gründen in die sportliche Leitung. Dort kann er die Planungen für den DFB-Pokal angehen. Denn als Ford-Pokal-Sieger wird die Fortuna erneut im Cup-Wettbewerb auf nationaler Ebene dabei sein.

TSV Alemannia Aachen: Düppengießer, Thelen, Zarambaud (90.+2 Beetz), Keusgen, Eisenbach, Suzuki (55. Enste), Giebles, Seibert, Burger (86. Kammen), Gottschalk, Ahamad.

S. C. Fortuna Köln: De Haan, Hahn, Boden (90.+3 Weißhaar), Garsztecki, Wojtasik (36. Kreitz), Grassinger, Petri (85. Adames), Meder, Schwing, Streller, Pfeiffer.

Tore: 0:1 Pfeiffer (28.), 0:2 Schwing (55.), 1:2 Giebels (56.). Schiedsrichterin: Daniela Nohl.

 

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