Wie wird man Flüchtling, welches Leben wünschen sie sich für die Zukunft? Diese Fragen stellte Manfred Linke fünfzehn Frauen und Männern, die erst vor kurzem in Deutschland angekommen sind. Das Ausstellungsprojekt „homeless – refugees welcome?“ will den Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung nach Deutschland kamen, ein Gesicht geben und ihre individuellen Beweggründe und Hoffnungen darstellen.
Manfred Linke stellt sie in dreißig großformatigen Bildern vor, ergänzt durch die Zitate der Portraitierten. Mit Hilfe dieser inhaltlich- und fotografisch gradlinigen Konzeption, zwei Fragen – zwei Antworten, zwei Bilder pro Person, Farbe und Schwarzweiß, gelingt ihm so eine Reflexion über menschliche Würde, über Respekt, Toleranz und Menschenrechte.
Was hat dies nun mit dem Fußball zu tun? Inhaltlich von vorne herein eine ganze Menge, ist doch der Fußball die ideale Plattform Integration zu leisten, „RESPECT“ auch zu leben, nicht nur zu schreiben.
Das Spezielle liegt zudem darin, dass vier der insgesamt fünfzehn Portraitierten eine zumindest sportliche Heimat bei der SpVg. Arminia 09 Köln gefunden haben: Omar Alhammoudi, Mohamed Kilzi, Gakar Mohamed und Eze James Nwagairi gehen inzwischen teilweise schon seit einem Jahr bei dem Kölner Südstadtclub ihrem Lieblingshobby nach, sind dort auch voll anerkannt und integriert. Unsere Fotos zeigen drei davon vor ihren großformatigen Bildern. Sie sind mehr als nur ein Bild – sie haben einen Namen!
„1:0 für ein Willkommen“ – dieses Motto wird nicht nur bei Arminia 09 gelebt. Eine Vielzahl von Vereinen des Fußballkreises Köln konnte inzwischen für ihr vorbildliches Engagement in der Betreuung von Flüchtlingen hier bereits ausgezeichnet werden. Zur Nachahmung empfohlen, gerade zu einem Zeitpunkt, wo die Willkommenskultur zumindest teilweise in Frage gestellt wird.
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