Es war eines von fünf Turnieren, die in diesem Sommer bei den Bundesligaclubs in Hamburg, Hoffenheim, Köln, Leipzig und Mainz durchgeführt werden.
Verantwortlich sind die DFB-Stiftung Sepp-Herberger, die DFL-Stiftung, die DFB-Landesverbände und eben die Bundesligaclubs bzw. deren Stiftungen.
Der FVM-Beauftragte für Inklusion und Behindertenfußball Hans Willy Zolper hatte mit seiner kleinen Orga-Crew und mit großzügiger Unterstützung der FC-Stiftung wieder einmal für ein entsprechendes Ambiente rund um den Kunstrasenplatz und die FC-Blockhütte mit „Chefin“ Gitta Schiller im RheinEnergie-Sportpark gesorgt.
Mit Spannung wurde erwartet, wie sich der Kölner Titelverteidiger SC Borussia Kalk in diesem Jahr gegen die Teams aus den drei West-Verbänden FVM, FVN und FLVW in Szene setzen konnte.
Die Begrüßung der acht Mannschaften nahm gemeinsam Nicole Fischer von der Stiftung 1. FC Köln und Dirk Brennecke, Geschäftsführer des Fußballverbandes Mittelrhein, vor. Nicole Fischer gab dann auch das Motto des Turniertages aus: „Geht einfach auf den Platz und habt Spaß am Spiel“. Dies beherzigten dann auch alle Teams bei den insgesamt sechzehn Spielen von den Gruppenbegegnungen bis zum Endspiel. Bei allem Engagement war vor allem auffällig, wie fair gespielt wurde. So hatten die fünf Unparteiischen vom Fußball Leistungszentrum Frechen der Gold-Kraemer-Stiftung mit ihren Leitern Willi Breuer und Malte Strahlendorf bei der Spielleitung auch keinerlei Probleme.
Die Stiftung 1. FC Köln hatte mit ihrem Team für optimale Rahmenbedingungen gesorgt, was gleichermaßen für die Aktiven, die Funktionsträger wie auch die durchaus zahlreichen Zuschauer galt.
Spezielle Gäste im RheinEnergie-Sportpark des 1. FC Köln waren Prof. Dr. Jürgen Innenmoser, der sich nicht nur während seiner Tätigkeit an der Sporthochschule in Köln im Inklusionsbereich einen Namen gemacht hatte, Philipp Wälbers vom Westdeutschen Fußball Verband, Axel Müller, der Inklusionsbeauftragte des Fußballverbandes Niederrhein, und nicht zuletzt Nico Kempf von der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB aus Hennef.
Natürlich wurde auch bei diesem Regional-Turnier um Tore und Punkte gekämpft, schließlich galt es Pokale und den Titel des Regionalmeisters zu gewinnen, das Miteinander stand jedoch auch auf dem Spielfeld stets im Vordergrund.
Der Turnierleiter Bernd Hölzemann konnte dann nach Beendigung der Gruppenspiele verkünden, wer die Platzierungs- und Endspiele bestreiten wird.
Letztendlich gab es nur Sieger, auch bei den Teams, die nicht die vorderen Plätze belegen konnten:
8. Platz VfB 08 Aachen
7. Platz Tabalingo
6. Platz SV Oppum
5. Platz FS Lüdenscheid
4. Platz BV Weckhoven
3. Platz Post Siegfried Hamborn
2. Platz SC Borussia Köln-Kalk
1. Platz FS Plettenberg
Der Titelverteidiger aus 2017, der SC Borussia Köln-Kalk, verpasste einen erneuten Erfolg in diesem Jahr nach dem 1:3 gegen FS Plettenberg (FS steht übrigens für Friedensschule) im Endspiel zwar knapp, war jedoch keineswegs all zu traurig, war man doch durchaus stolz, wieder so weit vorne in diesem Turnier gelandet zu sein.
Viel Freude verbreitete das Erscheinen des FC-Maskottchens „Hennes“ in menschlicher Form auf dem Gelände am Kölner Militärring, lud zu einer Vielzahl gemeinsamer Erinnerungsfotos ein.
Bei der Siegerehrung, die Norbert Wetzelaer von der Sepp-Herberger-Stiftung gemeinsam mit Nicole Fischer und Nico Kempf vornahm, gab es dann in der Tat nur Sieger, konnte doch nicht nur jedes Team einen Pokal in Empfang nehmen, jeder Spieler und auch eine größere Anzahl von aktiven Spielerinnen erhielten zusätzlich eine Urkunde sowie von der Stiftung 1. FC Köln einen FC-Fan-Schal. Als Turniersieger konnte das Team, wohl mit der weitesten Anreise, die FS Plettenberg wieder die Heimreise gutgelaunt in das Sauerland antreten.
Die Schlussworte an einem ereignisreichen und durchweg gelungenen Tag hatte Hans Willy Zolper, der FVM-Beauftragte für Inklusion und Behindertenfußball: „Das hat heute richtig Spaß gemacht, ich denke, dies gilt für alle Beteiligten. Heute wurde nicht nur über Inklusion gesprochen, sondern diese auch aktiv gelebt, ohne wenn und aber“.
Fotos: Werner Jung-Stadié und Jürgen Innenmoser
