Die Fußball-Inklusionstage, die von der DFB-Stiftung Sepp Herberger gemeinsam mit dem FVM, der Sportstadt Köln, dem 1. FC Köln und weiteren Kooperationspartnern unter dem Motto "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft" ausgerichtet wurden, waren wieder ein Stück gelebte Vielfalt und Inklusion. Auch der FVM hat sein Motto „Fußball ist Vielfalt“ in Form eines Standes bei den Fußball-Inklusionstagen vertreten. An allen drei Veranstaltungstagen gab es dort zahlreiche Informationen rund um das FVM-Angebot für Menschen mit und ohne Handicap.
FVM-Inklusionsbeauftragter Hans Willy Zolper, Nico Kempf (stellvertretender Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger), Andreas Wolter (Bürgermeister der Stadt Köln), Shary Reeves (Sportbotschafterin der Stadt Köln) und FC-Geschäftsführer Philipp Türoff eröffneten gemeinsam die dreitägige Veranstaltung.
Wie schon im vergangenen Jahr trugen Fußballer*innen mit geistigen, körperlichen oder Sinnesbeeinträchtigungen unmittelbar vor dem Kölner Dom auf einem 40 mal 20 Meter großen Kunstrasenplatz ihre Spiele aus. Viele Passanten nutzten die Chance, auf den mobilen Tribünen Platz zu nehmen. "Es hat sich erneut als richtig erwiesen, mit dieser Veranstaltung ins Herz einer Metropole zu gehen. Viele Menschen haben zugeschaut und waren sichtlich begeistert. So wurden die Inklusionstage zu einer perfekten Bühne, um die herausragenden Leistungen der Sportler*innen mit Behinderung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren", erklärte Ralph-Uwe Schaffert, DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger.
Finale der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga
Sportlicher Höhepunkt der drei Tage war das Finale der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga. Die DFB-Meisterplakette bekamen die Spieler der Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg von Otto Rehhagel, der als Bundesliga-Coach dreimal Deutscher Meister wurde, und Ralph-Uwe Schaffert überreicht. Auch FVM-Präsident Christos Katzidis gehörte zu den Gratulanten.
Beim Werkstätten-Turnier belegten die gemeinnützigen Werkstätten aus Köln den ersten Platz. Lars Reichel war einer der Akteure, die Anteil an diesem Triumph des Kölner Teams hatten. Er bestritt mit seiner Mannschaft fünf Spiele à zwölf Minuten, "wir haben uns die Lunge aus dem Hals gerannt", sagte er. Warum Fußball gerade auch für Menschen mit einer Behinderung ein gutes Erlebnis sein kann, wurde Reichel gefragt. "Weil wir uns kennenlernen und enger zusammenwachsen. Ich habe gelernt, jeden erstmal so zu nehmen, wie er ist", antwortete der 20-Jährige.
Große Begeisterung im Schatten des Kölner Doms
Insgesamt waren an den drei Tagen in Köln rund 350 Fußballer*innen mit und ohne Behinderung dabei. Sie alle spielten mit großem Können und noch größerer Begeisterung im Schatten des altehrwürdigen Doms. Das lockte auch viele Größen des deutschen Fußballs und namhafte Gäste aus Politik, Sport und Gesellschaft an. Darunter Torhüter-Legende Toni Schumacher, der als Botschafter der UEFA Euro 2024 für den Austragungsort Köln im Einsatz ist, TV-Moderatorin Shary Reeves und der ehemalige Nationalspieler Lukas Sinkiewicz.
Im DFB-TV-Beitrag sehen Sie mehr Einblicke in die Fußball-Inklusionstage in Köln. Hier sehen Sie mehr Einblicke in Inklusionstage in Köln.
Weitere Informationen zum Thema Inklusion im Fußball finden Sie hier.
Die obige große Bildergalerie entstand übrigens durch unseren Kölner "Kreisfotografen" Heinz Osten.
