Im Ford-Pokal der Frauen kommt es zum Aufeinandertreffen zweier traditionsreicher Vereine. Nachdem Regionalligist Alemannia Aachen dank eines 3:2-Erfolgs nach Verlängerung beim Mittelrheinligisten SV Allner-Bödingen die Teilnahme am Endspiel am 30. Mai in Arnoldsweiler bereits vor einigen Tagen perfekt gemacht hatte, folgte nun der S.C. Fortuna Köln. Der Regionalligist gewann mit 2:0 (2:0) beim Mittelrheinligisten SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten. „Wir freuen uns auf eine attraktive Begegnung im Finale. Es stehen sich zwei Vereine mit großem Fanlager gegenüber. Das verspricht eine emotionale und packende Partie“, erklärte Fortuna-Coach Marc Gertzen.
Bis er den Blick auf das Endspiel richten und diese Sätze sprechen konnte, musste seine Elf ein Stück harte Arbeit vollbringen. Denn der Beginn der Partie gehörte den Gastgeberinnen. „Wir haben uns 25 Minuten lang sehr schwergetan und mussten uns bei unserer Torhüterin Hanna de Haan bedanken, nicht in Rückstand geraten zu sein“, so Gertzen. Die gegenteilige Perspektive hatte Maik Honold, Coach des SV Waldenrath-Straeten, parat: „Unser Start war richtig gut. Mein Team hat die taktischen Vorgaben, den Gegner zu attackieren, immer wieder Überzahlsituationen zu schaffen und zu pressen, sehr ordentlich umgesetzt.“ Was fehlte, war der Lohn dieser Bemühungen.
Waldenrath-Straeten verpasst Führungstreffer
Dabei hatte Waldenrath-Straeten genügend Möglichkeiten für den Führungstreffer. Michelle Leicher und Jana Drews scheiterten allerdings im Eins-gegen-Eins an der Kölner Keeperin und der gefühlvolle Abschluss von Julia Mertens ging knapp über das Gästetor. „Wir hätten ein Tor machen müssen, denn es war klar, dass wir nicht mehr viele hochkarätige Chancen bekommen würden“, ahnte Honold nichts Gutes. Und tatsächlich wurden die Kölnerinnen allmählich besser und ging dann auch in Front. 40 Minuten waren gespielt, als der Ball am Ende eines schnellen Angriffs über die linke Seite bei Paula Petri landete, die aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Und es sollte noch besser kommen für die Fortuna: Kurz vor dem Halbzeitpfiff spielten Petri und Vivien Schwing einen Doppelpass, den Letztere mit einem Flachschuss aus 18 Metern ins Eck krönte.
Die zweite Hälfte bot weniger Tormöglichkeiten. „Wir haben das Ergebnis verwaltet, auch wenn das nicht meine Idee war“, übte Gertzen leise Kritik an seinem Team. Letztlich war er aber glücklich und zufrieden. Denn wirklich um den Finaleinzug zittern musste er nicht mehr. „Ich denke, es war ein verdienter Sieg“, sagte er.
Stolzer Verlierer
Bei den Gastgeberinnen verwandelte sich die Enttäuschung schnell in positive Emotionen. „Wir haben gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga gut mitgehalten und das Maximum an Leistung auf den Platz gebracht“, so Honold. Auf diesen Auftritt vor einer stimmungsvollen Kulisse könne man stolz sein, meinte er nach dem gemeinsamen Pizza-Essen in einer italienischen Gaststätte.
Im Ford-Pokal werden vier Runden inklusive Finale gespielt, bis der neue Titelträger feststeht. Der Gewinner des Endspiels am 30. Mai (Fronleichnam) in Arnoldsweiler qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals. Im Bitburger-Pokal der Männer stehen die Finalisten ebenfalls fest. Am 25. Mai treffen im Kölner Sportpark Höhenberg Regionalligist Alemannia Aachen und der Mittelrheinligist Bonner SC aufeinander.
Das Halbfinale im Ford-Pokal der Frauen
SV Allner-Bödingen (ML) - Alemannia Aachen (RL) 2:3 n.V.
SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten (ML) - S.C. Fortuna Köln (RL) 0:2
Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender
Ford-Pokal der Frauen
Finale: 30. Mai 2024 (Fronleichnam)
Bitburger-Pokal
Finale: 25. Mai 2024
Alle Informationen zum Ford-Pokal gibt es hier.
