FVM-Pokal der Frauen: S.C. Fortuna Köln bezwingt DJK Südwest bei stimmungsvoller Premiere in Troisdorf

FVM-Pokal der Frauen: S.C. Fortuna Köln bezwingt DJK Südwest bei stimmungsvoller Premiere in Troisdorf

Die Premiere in Troisdorf hinterließ Zufriedenheit und Stolz. Dafür sorgten die Spielerinnen der beiden Regionalligisten S.C. Fortuna Köln und DJK Südwest Köln, die die erste Austragung des Finales im FVM-Pokal der Frauen im Aggerstadion zu einem hochklassigen Schlagabtausch genutzt hatten. Einen gewaltigen Beitrag lieferten aber auch die Ehrenamtler*innen der Vereine RW Hütte und FC Flying Albatros. Sie hatten nach der erfolgreichen Gemeinschaftsbewerbung um die Ausrichtung des Events zusammen mit den Verantwortlichen des FVM einen stimmungsvollen Rahmen geschaffen. „Respekt für diese Veranstaltung. Es war toporganisiert, die Atmosphäre war super und wir konnten auf einem perfekten Rasen spielen. Wir wollen wiederkommen“, sagte Jule Brockerhoff, die Trainerin der DJK Südwest.

Besonderes Gewicht verlieh diesen Worten das Resultat. Brockerhoff verließ das Aggerstadion schließlich nicht als euphorisierte Siegerin. Sie sagte diese Sätze, obwohl ihr Team mit 1:3 (0:1) verloren hatte. Da war es beinahe selbstverständlich, dass auch die Spielerinnen und Verantwortlichen des Cup-Gewinners zufrieden die Heimfahrt nach Köln antraten, nachdem sie noch in der Kabine mit lautem Gesang ihren Triumph gefeiert hatten. „Es hat richtig Spaß gemacht, vor der Kulisse in diesem Stadion zu spielen“, fand Achim Stuhr, Frauen-Abteilungsleiter der Fortuna. 633 Zuschauer*innen hatten für echte Endspielatmosphäre gesorgt und die beiden Teams zeigten ihre Bereitschaft zum stimmungsvollen Wechselspiel zwischen Tribüne und Platz.

 

S.C. Fortuna Köln glückt perfekter Auftakt

Den besseren Einstieg in die Begegnung fand die favorisierte Fortuna. Das Team spielte munter drauf los, während die DJK sichtlich Schwierigkeiten hatte, gute Angriffe zu initiieren. „Wir sind nicht gut reingekommen. Vielleicht hatten wir Angst davor, Fehler zu machen. Jedenfalls haben wir zu vorsichtig agiert und dem Gegner zu viele Räume gelassen“, so Brockerhoff. Das rächte sich nach 14 Minuten: Annika Boden schlug eine Flanke in den Strafraum der DJK. Der Ball wurde lang und länger „und irgendwie dachten wir auf der Bank und wohl auch die Mädels, dass er ins Aus segeln würde“, so Brockerhoff. Sie sollte sich aber täuschen, denn in Sophie Trepohl fand sich doch noch eine Abnehmerin, die zum 1:0 vollendete (14.).

Damit war der erhoffte Auftakt aus Sicht der Fortuna perfekt und eine Antwort des Underdogs aus Klettenberg gefragt. Doch die blieb zunächst aus. Zwar bemühten sich die Südwest-Spielerinnen darum, mutiger nach vorne zu spielen, der Ertrag blieb aber überschaubar. „Erst gegen Ende der ersten Hälfte sind wir besser geworden“, fand auch Brockerhoff, die dann kurz vor dem Pausenpfiff den Torschrei auf den Lippen hatte, als Clara Stenmans sich ein Herz fasste und aus der Distanz abzog. Hanna de Haan, die mit dem Cup-Sieg ihre Karriere beendete, parierte den Versuch jedoch mit all ihrer Erfahrung. „Den Ball hat sie klasse gehalten“, lobte Stuhr seine Torhüterin. Brockerhoff sah die Szene aus einer anderen Perspektive. „Wenn der reingegangen wäre, hätten wir ein anderes Spiel gehabt“, meinte sie. Doch es blieb beim Konjunktiv.

 

Alisa Sinani gelingt der Anschlusstreffer für DJK Südwest

Eine Wende blieb auch Sicht des Regionalliga-Absteigers weiterhin Wunschdenken. „Man muss aber auch anerkennen, dass die Fortuna eine brutal starke Defensive hat“, betonte die DJK-Trainerin. Und nicht nur das. Auch offensiv schlug der Favorit nun eiskalt zu. Fabienne Meder erhöhte mit einem platzierten Schuss aus zentraler Position auf 2:0 (54.), ehe Goalgetterin Vivienne Schwing nur fünf Minuten später zur Stelle war und zum 3:0 traf. Nun war Südwest gezwungen, alles auf eine Karte zu setzen. „Wir mussten aufmachen und wir haben gefightet und bis zuletzt daran geglaubt“, so Brockerhoff. Einen Hoffnungsschimmer gab es nach 73 Minuten. Stenmans eroberte stark den Ball, sah die startende Alisa Sinani, bediente sie mit einem feinen Zuspiel und die Torschützenkönigin der Regionalliga West schloss cool ab. „Dieses Tor hat uns nochmals gepusht, aber wir hätten ein schnelles zweites Tor gebraucht“, so Brockerhoff.

Das gestattete der Tabellenvierte der abgelaufenen Regionalliga-Spielzeit Brockerhoffs Elf allerdings nicht. „Wir haben letztlich verdient gewonnen“, so Stuhr, dessen Mannschaft der Rückfahrt im Teambus und einer Feier am Vereinsheim an der Vorgebirgsstraße eine lange Nacht folgen ließ. „Das überlasse ich dann aber den Mädels. Sie können sich gerne schon mal für die anstehende Tour nach Mallorca einstimmen“, erklärte der Abteilungsleiter, der sich derweil schon angenehme Gedanken machen kann. Denn sein Verein ist als Cup-Sieger wieder im DFB-Pokal vertreten. „Ein Heimspiel gegen einen guten Zweitligisten, das wäre nicht schlecht“, schaute er voraus, während Brockerhoff und ihre Spielerinnen bei Pizza und Getränken auf der heimischen Anlage einen entspannten Abend verbrachten. „Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht“, so die DJK-Trainerin, „aber ich bin mir sicher, mit etwas Abstand wird der Stolz auf eine tolle Pokalsaison kommen.“

 

FVM-Pokal der Frauen 2024/25

Finale:

DJK Südwest Köln - S.C. Fortuna Köln 1:3

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