Der Ansage aus der Kölner Südstadt fehlt es nicht an Entschlossenheit. „Wir wollen unsere Erfolgsserie fortsetzen und wieder den Titel gewinnen“, nimmt Tarek Maarouf, Coach des S.C. Fortuna Köln, das ganz große Ziel in den Blick. Bis es soweit ist, sind allerdings noch einige Schritte zu absolvieren, das weiß auch der Trainer. Der erste soll am Donnerstag, 10. April, 20 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Kirchstraße in Heinsberg getan werden. Dort trifft der Kölner Regionalligist auf Gastgeber SV Viktoria Rot-Weiß Waldenrath-Straeten. Unterschätzen will Maarouf den Mittelrheinligisten nicht. Er ist aber davon überzeugt, dass seine Elf die Aufgabe seriös angehen wird. Schließlich ist der Traum vom Meistertitel in der Regionalliga West geplatzt, was den Stellenwert des Cup-Wettbewerbs nochmals gesteigert hat. „Das ist nun unser wichtigstes Ziel“, erklärt Maarouf.
Die Erlebnisse der zurückliegenden Jahre im Pokal tun dabei ein Übriges. Titel-Feiern und die tollen anschließenden Partien im DFB-Pokal haben sich in die Erinnerung eingebrannt. Nach einem 3:1 in der ersten Runde gegen den TuS Issel und einem erneuten 3:1 gegen den SV Weinberg erreichte die Fortuna im Herbst sogar das Achtelfinale auf nationaler Ebene. Das Spiel gegen den Erstligisten Werder Bremen empfanden alle Beteiligten trotz des 0:3 als absolutes Highlight. „Wir haben viele junge, hungrige Spielerinnen, die solche Spiele nochmal erleben wollen“, so Maarouf. Das gelte etwa für Mittelfeldspielerin Emma Gumbel, Außenverteidigerin Amelie Wortberg, Offensivkraft Muriel Bey und Torhüterin Alma Dimiri. „Sie sind jung und haben richtig Bock“, so Maarouf, der in Waldenrath allerdings auf die routinierte Svenja Streller (Muskelfaserriss) verzichten muss.
Vorfreude auf Wiedersehen nach rund einem Jahr
Viktoria-Coach Maik Honold kennt die Klasse der Fortuna. „Das ist das oberste Regal der Regionalliga“, sagt er. Honold ist aber auch von den Qualitäten seines Teams überzeugt. „Wir empfinden große Vorfreude und haben noch eine Rechnung offen“, erklärt er. 0:2 endete das Halbfinale im vergangenen Jahr gegen die Kölnerinnen. Eine knappe Kiste sei das gewesen, meint der Coach. „Wir haben damals einen guten Fight geliefert und wir werden jetzt wieder alles reinwerfen.“ Mit der ehemaligen Spielerin des 1. FC Köln, Kristina Hild, und Julia Mertens, die mit Borussia Mönchengladbach Zweitliga-Erfahrung gesammelt hat, verfüge man über erfahrene Kräfte. „Wenn dann auch noch Sarah Stassen im Tor einen herausragenden Tag erwischt, könnte etwas gehen“, glaubt er.
Mit einer Überraschung liebäugelt auch Rene Wieland, der Trainer des Bedburger BV. Seine Landesliga-Mannschaft erwartet am 10. April, 19.30 Uhr, den Regionalligisten Alemannia Aachen in der Josef-Balduin-Arena an der Herderstraße in Bedburg. „Wir haben uns in der Winterpause beim 0:4 im Test gegen die DJK Südwest Köln lang schadlos gehalten und sehr gut aus der Affäre gezogen. Und die Kölnerinnen spielen in derselben Liga wie Aachen“, erklärt er seinen Optimismus. Außerdem lebe der Pokal bekanntermaßen von Sensationen. BBV-Toptorjägerin Sarah Mlakic fehlt jedoch verletzt. Das müsse man gemeinsam kompensieren, so Wieland. Sarah Weiß als Allround-Waffe, aber auch die Stürmerinnen Melinda Rogers, Nele Röttgen und Jana Kokenov seien da gefragt. Der Abwehr soll Samatha Wollner Stabilität verleihen.
Alemannia Aachen hofft auf befreiendes Erfolgserlebnis
In Aachen hofft man derweil auf ein Erfolgserlebnis, das für frischen Mut im Abstiegskampf in der Regionalliga sorgen würde. „Wir nehmen den Wettbewerb sehr ernst. Ein Sieg täte gut, denn wir spielen im Moment ein wenig unglücklich. Vielleicht platzt ja der Knoten im Pokal“, sagt Thomas Minartz aus dem Abteilungsvorstand der Alemannia.
Voller Selbstvertrauen geht man beim Landesliga-Spitzenreiter SV Eintracht Hohkeppel die nächste Aufgabe an. Das Team um SV-Trainer Pierre Achenbach will das Regionalliga-Schlusslicht DJK Südwest Köln ärgern und befreit aufspielen (Do., 10. April, 19.30 Uhr). „Zu verlieren haben wir schließlich nichts“, findet Achenbach. Außerdem habe man alle Spielerinnen an Bord. „Daher rechnen wir uns eine kleine Chance aus“, sagt der 39-Jährige, der im Sommer vom Co-Trainer zum Chefcoach geworden ist. Im weiteren Viertelfinale stehen sich Mittelrheinligist SV Allner-Bödingen und Regionalligist Vorwärts SpoHo Köln gegenüber (Do., 10. April, 20 Uhr).
Bitburger-Pokal der Herren 2024/25
Halbfinale:
FC Teutonia Weiden (MRL) - FC Viktoria Köln (3. Liga) 0:1
S.C. Fortuna Köln (RL) - TSV Alemannia Aachen (3. Liga) Mi., 16. April, 19 Uhr.
FVM-Pokal der Frauen 2024/25
Viertelfinale:
SV Eintracht Hohkeppel (LL) - DJK Südwest Köln (RL)
SV Allner-Bödingen (MRL) - Vorwärts SpoHo Köln (RL)
SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten (MRL) - S.C. Fortuna Köln (RL)
Bedburger BV (LL) - TSV Alemannia Aachen (RL)
Halbfinale:
Sieger aus SV Hohkeppel/DJK Südwest Köln - SV Allner-Bödingen/Vorwärts SpoHo Köln
Sieger aus SV Waldenrath/Straeten/S.C. Fortuna Köln - Bedburger BV/TSV Alemannia Aachen
Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender
Bitburger-Pokal der Herren
- Finale: 24. Mai 2025
FVM-Pokal der Frauen
- Viertelfinale: 10. April 2025
- Halbfinale: 27. April 2025
- Finale: 29. Mai 2025
