Gewaltprävention im Amateurfußball: Runder Tisch im Fußballkreis Köln

Gewaltprävention im Amateurfußball: Runder Tisch im Fußballkreis Köln

Schiedsrichter, Sportrichter, Vereinsvertreter sowie Kreismitarbeiter und Vertreter des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) haben am gestrigen Donnerstag, 6. Februar, im Fußballkreis Köln gemeinsam Lösungen gegen Gewalt im Amateurfußball diskutiert. Die „Runden Tische“ sind Teil des Maßnahmenpaketes zur Gewaltprävention, das der FVM im Dezember 2019 beschlossen hat. Ziel ist es, Betroffene zu Beteiligten zu machen und sie aktiv in die Entwicklung von weiteren Maßnahmen zur Gewaltprävention einzubinden.

Zum Auftakt des Abends in Köln stellte FVM-Präsident Bernd Neuendorf die Ziele der Runden Tische vor. „Nur gemeinsam lassen sich sinnvolle Strategien und Lösungen gegen Hass und Gewalt auf unseren Fußballplätzen finden“, betonte Bernd Neuendorf. „Deshalb ist es uns wichtig, alle am Fußball beteiligten Gruppen zusammenzubringen und in den direkten Austausch zu gehen.“

In der Folge diskutierten die 25 Teilnehmer zunächst über mögliche Ursachen von Gewalt und fehlendem Respekt im Amateurfußball. Anschließend erarbeiteten sie in Workshopphasen Handlungsempfehlungen für mehr Miteinander auf den Sportplätzen. Den Abschluss bildete die Priorisierung der entwickelten Maßnahmenideen.

Aus Sicht von Werner Jung-Stadié, Vorsitzender des Fußballkreises Köln, war der dreistündige Austausch gelungen: „Die drei Stunden sind wie im Fluge vergangen. Alle Seiten konnten sich einbringen. Vom Sportrichter bis zum Schiedsrichter ist denke ich allen klargeworden: Es passiert etwas – und das, davon gehe ich aus, auch zeitnah. Besonders hat mich gefreut, dass es auch Ideen gab, die einfach umzusetzen sind.“

Mario Müller, Jugendleiter und Seniorenbeauftragter des SSV Roggendorf/Thenhoven, bilanzierte: „Die Thematik ist aus meiner Sicht wichtig. Noch wichtiger ist es aber, dass wir das Problem auch angehen. Wir sollten ein besonderes Augenmerk auf die Kinder und Jugendlichen richten und gerade dort Maßnahmen entwickeln, die nachhaltige Wirkung zeigen.“

Die Runden Tische finden im Januar und Februar 2020 in allen neun Fußballkreisen des Fußball-Verbandes Mittelrhein statt. Die Ergebnisse aller Diskussionsrunden werden durch den Arbeitskreis für Gewaltprävention des FVM gebündelt.  Anschließend entscheiden die zuständigen Verbandsgremien über ihre Umsetzung.

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