In dieser Woche hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass das Ehrenmitglied des Fußballkreises Köln, Karlheinz Böttinger, am letzten Sonntag (16. März) im Alter von 87 Jahren verstorben ist, der nach längerer Krankheit zu Hause im Kreise seiner Lieben friedlich für immer eingeschlafen ist.
Seine sportliche Laufbahn begann Karlheinz Böttinger 1948 in der Handballabteilung des RSV Rath-Heumar, in der er als aktiver Spieler bis 1969 wirkte. Über die Zeit begleitend war er einer der wenigen RSV-Sportler, die in den Jahren 1952 bis 1957 leichtathletische Sportwettkämpfe bestritten. Zahlreiche Mittelrhein-, Westdeutsche- und Deutsche Meisterschaften im Juniorenbereich, vorwiegend in den Laufdisziplinen, konnte er in vorderen Rängen als Einzel- oder Mannschaftsmeister beenden, fast unzählige Male legte er erfolgreich das „Deutsche Sportabzeichen“ ab.
Erst Mitte 1973 begann dann sein Herz mehr für den Fußball, insbesondere für den Jugendfußball, zu schlagen, dann jedoch mit Macht.
Als Geschäftsführer der Fußball-Abteilung des RSV in den 80er Jahren und als Hauptgeschäftsführer des Gesamtvereins und der Fußball-Jugendabteilung in den 90er Jahren übernahm er Verantwortung in gewählten Funktionen des Vereins. Auf der Jahreshauptversammlung 1992 wählten ihn die Mitglieder schließlich zum 1. Vorsitzenden des Gesamtvereins, weit über 70 Jahre im gleichen Verein sprechen eine mehr als deutliche Sprache über einen Menschen , den viele nur unter seinem liebevollen Kosenamen „KaBö“ kannten.
Dabei war Karlheinz Böttinger als Mensch jedoch stets im positiven Sinne gleich geblieben, ausgestattet mit hoher Kompetenz, großer Freundlichkeit, vielen Nettigkeiten und immensem Charme, aber auch mit Ecken und Kanten, an denen sich schon so manch einer gerieben hat – halt KaBö.
Die besonderen Fähigkeiten von Karlheinz, der seine berufliche Laufbahn als leitender Angestellter in der Zuckerindustrie beendete, blieben auch beim Fußballkreis Köln nicht unentdeckt. So übernahm er 1995 die Position des Schatzmeisters, trug wesentlich zu einer Konsolidierung der Finanzen bei. Bis 2007 nahm er diese Position im Vorstand des Fußballkreises Köln ein. Lange Jahre war er zudem Kassenprüfer im FVM wie später auch im Kreis Köln, sein Rat und Tat waren stets gefragt und gerne gesehen.
In der langen Zeit seiner sportlichen Laufbahn sind ihm zahlreiche Ehrungen zuteil geworden, von denen nur die Goldene Ehrennadel des RSV Rath-Heumar 1995, die Goldene Ehrennadel des Fußball-Verbandes Mittelrhein 2004, die Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bundes 2001 und der Ehrenamtspreis der Stadt Köln im Jahre 2005 Erwähnung finden sollen. Ausgezeichnet wurde KaBö auch vom Sächsischen Fußballverband ob seiner Verdienste um die Partnerschaft des Kreises Köln mit dem SVFD Stadtverband Fußball Dresden.
Seit 2007 war er Ehrenmitglied im Fußballkreis Köln, bei entsprechenden Treffen immer wieder gerne gesehener Gast.
Neben dem Sportler Karlheinz Böttinger gab es jedoch auch stets den Naturfreund KaBö, der sich bei langen Wanderungen nicht nur fit hielt, er entdeckte auch eine weitere Leidenschaft für sich, nämlich in der Natur seltene Vogel- oder Schmetterlingsarten zu entdecken, die dem Normalsterblichen erst gar nicht auffallen. Hier fand schon länger ein reger Austausch unter anderem per Fotos auch mit Gleichgesinnten statt, oft über das Internet, dass er recht früh, wenn auch gar nicht unbedingt seiner Generation entsprechend, für sich entdeckte. Fußball war zu recht halt nicht alles.
Auch Karlheinz Böttinger musste in den letzten Jahren die eine oder andere recht ernsthafte Erkrankung überwinden. Es war jedoch stets positiv zu sehen, dass sich KaBö wieder auf den Weg begab, den er sich auch selbst vorstellte. Stillstand oder Resignation war nicht so seine Sache!
Sein auch hier unübersehbarer Wissens- und Aktivitätsdrang wurde in den letzten Jahren zwangsweise auch durch Corona wie die angeschlagene Gesundheit etwas ausgebremst, was ihn jedoch auch weiterhin nicht daran gehindert hat, neue Planungen unter anderem für weitere Reisen gemeinsam mit seiner besseren Hälfte Hella in Angriff zu nehmen, die nun leider jäh gestoppt wurden.
Der Fußballkreis Köln wie die gesamte Mittelrhein-Familie, auch sein Heimatverein, der RSV Rath-Heumar, sind über seinen Tod voller Trauer und in Gedanken besonders bei seiner Ehefrau Hella und der weiteren Familie, seinem Verein wie seinen vielen langjährigen Weggefährten.
Wir werden ihn in stets allerbester Erinnerung behalten und ein ehrendes Gedenken bewahren.
Der Vorstand des Fußballkreises Köln
