Netzwerktreffen: Zusammen für mehr Sichtbarkeit im Frauen- und Mädchenfußball

Netzwerktreffen: Zusammen für mehr Sichtbarkeit im Frauen- und Mädchenfußball

Am 2. Mai 2026 kamen im Rahmen des Highlightspiels zwischen den Frauenmannschaften des 1. FC Köln und des SV Werder Bremen 16 engagierte Akteur*innen aus dem Frauen- und Mädchenfußball zu einem besonderen Netzwerktreffen im RheinEnergieSTADION in Köln zusammen. Die Veranstaltung, initiiert durch die Frauen- und Mädchenfußball-Kampagne „Wir. Ihr. Zusammen. Für mehr Frauen und Mädchen im FVM“, stand unter dem Titel „Keine*r gewinnt alleine – Netzwerken“ und setzte gezielt auf Austausch, strategische Vernetzung und gemeinsame Weiterentwicklung.

„Das Teilnehmerfeld spiegelte die ganze Vielfalt wider, die unseren Fußball ausmacht: Von aktiven Spielerinnen über engagierte Vereinsverantwortliche und Kreismitarbeitende bis hin zu Verbandsfunktionärinnen und -funktionären sowie einer Vertreterin des DFB. Diese Mischung an Perspektiven brachte einen motivierenden Spirit und offenen Austausch mit sich. Genau davon lebt der Frauenfußball – voneinander lernen, miteinander gestalten und gemeinsam vorangehen. Der Rahmen, den wir schaffen konnten, zeigt unsere Wertschätzung für jede einzelne Person, die sich hier eingebracht hat“, betonte Emilie Schmidt, Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauenfußball.

Auch das Netzwerk erhielt wertvolle neue Impulse: Mit Heike Ullrich (DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball), Jörn Stobbe (Präsident des 1. FC Köln) und Nicole Bender-Rummler (Direktorin Frauen- und Mädchenfußball des 1. FC Köln) schauten gleich mehrere prominente Gäste vorbei und suchten den direkten Austausch mit der FVM-Gruppe.

Bereits vor dem offiziellen Anpfiff nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für erste Gespräche. In ihrer Begrüßung hob Referentin Tanja Gröber die zentrale Rolle von Netzwerken hervor: Wer im Frauen- und Mädchenfußball nachhaltig etwas bewegen möchte, braucht starke Verbindungen, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Ziele.

Netzwerken als Schlüsselkompetenz

Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass Netzwerken weit über den informellen Austausch hinausgeht. In interaktiven Formaten erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam, wie strategisches Netzwerken als professionelle Disziplin genutzt werden kann, um die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen und Mädchen im Fußball gezielt zu stärken. Dabei stand nicht nur das Knüpfen neuer Kontakte im Fokus, sondern auch die bewusste Pflege und Weiterentwicklung bestehender Beziehungen.

Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Entwicklung einer sichtbaren „W.I.Z-Netzwerkkarte“, welche die Vielfalt und Reichweite der vertretenen Strukturen – von Vereinen über Kreise bis hin zu Verbänden – anschaulich machte. Schnell wurde klar: Die vorhandenen Ressourcen sind groß, wenn sie gezielt miteinander verbunden werden.

Unterschiedliche Stärken – ein gemeinsames Ziel

Unter dem Programmpunkt „Netzwerken als Spiel“ setzten sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Persönlichkeitstypen und Herangehensweisen auseinander. Dabei wurde deutlich, dass jede und jeder eigene Stärken ins Netzwerk einbringt – sei es durch kommunikative Offenheit, strategisches Denken oder organisatorisches Geschick. Ergänzt wurde dieser Austausch durch praktische Tools, die helfen, Netzwerke systematisch aufzubauen und zu nutzen.

Nach einer kurzen Pause stand die individuelle Perspektive im Mittelpunkt: Unter dem Titel „Mein WIZ-Netzwerk – strategisch gedacht“ entwickelten die Teilnehmenden konkrete Ansätze, wie sie ihr persönliches Netzwerk künftig gezielt erweitern und einsetzen können.

Erfolgreicher Abschluss mit Ausblick

Zum Abschluss der Veranstaltung zog Gerti Minartz, Abteilungsleiterin Mädchen- und Frauenfußball bei Alemannia Aachen, ein positives Fazit: „Ich fand das Netzwerktreffen wirklich bereichernd – vor allem, so viele engagierte Menschen aus den unterschiedlichen Kreisen des FVM kennenzulernen. Durch die gemischte Zusammensetzung und die strukturierte Leitung durch Tanja, war der Austausch besonders effektiv. Ich sehe hier großes Potenzial, künftig auch noch mehr jüngere Vertreterinnen einzubinden. Die Atmosphäre war durchweg positiv und motivierend – man hat gespürt, was im Frauen- und Mädchenfußball alles möglich ist. Für mich ist klar: Dieses Format sollte unbedingt wiederholt werden.“

Das Event bot einen inhaltlichen Mehrwert und alle konnten mit neuen und wertvollen Kontakten nach Hause gehen. Beim gemeinsamen Fototermin und anschließenden Mittagsimbiss bot sich zudem die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und sich auf das folgende Highlightspiel einzustimmen. Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in einem strukturierten und zielgerichteten Austausch liegt. Mit neuen Impulsen, gestärkten Verbindungen und konkreten Ideen kehrten die Teilnehmenden in ihre jeweiligen Wirkungsbereiche zurück – bereit, den Frauen- und Mädchenfußball gemeinsam weiter voranzubringen.

Foto 2: V.l.n.r. Emilie Schmidt (Vorsitzende Verbandsausschuss für Frauenfußball), Sandra Fritz (Geschäftsführerin FVM) und Jörn Stobbe (Präsident 1. FC Köln)
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