Schaebens-Pokal der Frauen: Das Ziel der Träume heißt Troisdorfer Aggerstadion

Schaebens-Pokal der Frauen: Das Ziel der Träume heißt Troisdorfer Aggerstadion

Der Fixpunkt ist gesetzt: der 1. Mai, das Endspiel im Schaebens-Pokal der Frauen im Troisdorfer Aggerstadion ist das Ziel der Träume und nur noch einen Schritt entfernt. Doch dieser Schritt ist alles andere als ein leichter. Dessen ist sich Maik Honold, Trainer des Mittelreinligisten SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten, bewusst. Seine Elf erwartet am Donnerstag, 26. März, 20 Uhr den Kölner Regionalligisten Vorwärts Spoho Köln auf dem Sportplatz Waldenrath an der Heinsberger Kirchstraße. „Wir brauchen einen sehr guten Tag. Aber wenn wir mit voller Leidenschaft verteidigen und die vermutlich wenigen Torchancen nutzen, wird es ein ausgeglichenes Spiel, in dem etwas möglich ist. Ich gehe jedenfalls optimistisch an die Aufgabe heran“, sagt Honold.

Dem Zufall will man bei dem Heinsberger Verein tief im Westen des Verbandsgebietes nichts überlassen. „Die Spannung steigt, der Fokus ist da. Wir werden eigens am Dienstag trainieren, um am Mittwoch, also einen Tag vor dem Halbfinale, eine Pause einzulegen. Außerdem haben wir einen Physiotherapeuten organisiert, der sich um die Spielerinnen kümmern wird“, erläutert Honold den Fahrplan.

Trainer Maik Honold will seinen Fußballkreis würdig vertreten

Das Halbfinale gegen den Regionalligisten aus Köln sei etwas Besonderes für seinen Verein. „Wenn das Wetter mitspielt, könnten 200 Leute zuschauen kommen“, so Honold. Da gelte es, den Kreis Heinsberg würdig zu vertreten. Außerdem habe man gute Erfahrungen mit der Wirkung eines Erfolgs im Cup auf die Form in der Meisterschaft gemacht. „Ein guter Auftritt im Schaebens-Pokal kann beflügeln und anschließend Kräfte freisetzen“, ist er überzeugt. Spielerinnen, die mit dem höherklassigen Gegner klarkommen, hat er ausreichend im Kader. Das gilt etwa für Abwehrchefin Kristina Hild, die mehrere Jahre für den 1. FC Köln in der Bundesliga aufgelaufen ist. Auch Waldenraths Kapitänin Julia Mertens hat mit Borussia Mönchengladbach schon höherklassig gespielt. Ob die Spielmacherin nach ihrer Babypause rechtzeitig fit wird, ist allerdings offen. „Es wäre schön, aber man kann nichts erzwingen“, sagt Honold, der in Sarah-Marie Schneider und Joana Herrmann zwei gute Stürmerinnen in seinen Reihen weiß und wieder auf die erfahrene Miriam Senft zurückgreifen kann.

Josh Green, Trainer bei Vorwärts Spoho Köln, kennt die Qualitäten des Gegners. „Ich sehe daher keinen Favoriten vor diesem Match. Es wird darauf ankommen, wer am besten mit dem Druck umzugehen weiß“, erklärt er. Ihm sei klar, dass die Gastgeberinnen darauf brennen, einen höherklassigen Kontrahenten rauszuwerfen. Gleichwohl wolle man der eigenen Linie treu bleiben. „Wir wollen das Spiel zeigen, das wir selbst gerne von der Tribüne aus sehen würden“, stellt er klar. Leidenschaft und der Wille, das Spiel zu machen, seien also gefragt.

Vorwärts Spoho Köln verfügt über einstige Erstliga-Spielerinnen

„Wir haben eine ausgeglichene gute Truppe“, sagt er und nach einer Winterpause mit vielen erkrankten Akteurinnen sei man nun wieder nahezu komplett. Damit stehen auch wieder die einstigen Leverkusener Erstliga-Spielerinnen Gianna Rackow und Ann-Kathrin Vinken bereit. Letztere ist trotz ihrer Position im defensiven Mittelfeld die teaminterne Toptorjägerin. Torgefährlich ist auch Madlen Behrends auf dem linken Flügel. Ihr glückte im Achtelfinale beim 6:3 nach Verlängerung gegen den Ligarivalen SV Deutz 05 sogar ein Dreierpack. Vorweg gehen soll einmal mehr Innenverteidigerin und Spoho-Kapitänin Hannah Lorbach. „Es gibt Spielführerinnen, die laute Kommandos geben und solche, die durch ihre Art zu spielen das Team anführen“, so Green. Lohrbach gehöre zur letzteren Kategorie und sei daher extrem wertvoll für die Mannschaft.

Über Spielerinnen, die reichlich Erfahrung und das Zeug dazu haben, die Teamkolleginnen mitzureißen, verfügt zweifellos auch Regionalligist und Titelverteidiger S.C. Fortuna Köln. Dazu zählen etwa Außenbahnspielerin Annika Boden, Anna Grassinger auf der Sechserposition, Mittelfeldakteurin Fabienne Meder und Angreiferin Vivien Schwing, die nach einer längeren, beruflich bedingten Pause zurück ist. „Insgesamt können wir aber auf einen ausgeglichenen Kader bauen“, sagt Fortuna-Coach Marc Gertzen, der sich auf das Halbfinale beim starken Landesligisten Viktoria Köln auf dem Kunstrasenplatz am Günter-Kuxdorf-Weg in Köln-Höhenberg freut (Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr).

Marc Gertzen: Viktoria Köln ist kein gewöhnlicher Landesligist

Mit der Viktoria treffe man keineswegs auf einen gewöhnlichen Landesligisten. „Dieses Team hat das Niveau eines starken Mittelrheinligisten“, ist er sich sicher. Dennoch wolle man unbedingt ins Finale und dann den Pokal wieder in die Südstadt holen. „Ich denke, wir können nach unseren vielen Erfolgen im Pokal niemandem ernsthaft verkaufen, dass wir der Außenseiter sind. Daher nehmen wir die Favoritenrolle an und gehen die Aufgabe selbstbewusst an“, erklärt der Coach, der im Team der Viktoria einige bekannte Gesichter sehen wird. „Torhüterin Zehra Nur Köylüoglu, Elisea Brancato und Svenja Szafranski haben eine Fortuna-Vergangenheit. Sie werden bestimmt besonders motiviert sein“, sagt er. Auf dem Schirm haben müsse man aber auch Josipa Bokanovic als „absolute Knipserin“ und die starke Mirjeta Hoxhaj.

Marina Buschinski, Sportliche Leiterin der Viktoria-Frauen, freut sich über diese Komplimente, „dennoch müssen wir realistisch ein. Wir spielen in der Landesliga, die Fortuna ist ein gestandener Regionalligist“, sagt sie über die Ausgangssituation. Verstecken werde man sich deshalb nicht. „Wir freuen uns auf das Derby und können befreit aufspielen“, erklärt sie. Personell habe man derzeit keine Sorge und dank der bislang erfolgreichen Meisterschaftssaison habe man Kraft und Selbstvertrauen. „Außerdem kann das Überraschungsmoment nur auf unserer Seite liegen und wir spielen in unserem Zuhause“, stellt Buschinski klar.

Schaebens-Pokal der Frauen 2025/2026: Halbfinal-Paarungen

FC Viktoria Köln (LL) - S.C. Fortuna Köln (RL) Do., 26. März, 19.30 Uhr

SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten (MRL) - Vorwärts SpoHo Köln (RL) Do., 26. März, 20 Uhr.

Modus

Im Schaebens-Pokal der Frauen sind inklusive Finale nach der Play-Off-Runde vier Runden zu spielen.

Klassentiefere Teams genießen im Schaebens-Pokal der Frauen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. 

Das Finale im Schaebens-Pokal der Frauen findet am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit) im Aggerstadion Troisdorf statt.

Die Siegerinnen qualifizieren sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen. 

Geplante Spieltermine

Finale: 1. Mai 2026

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