Der letzte Griff in die Lostrommeln saß. Jedenfalls zeigte sich Moderator Hendrik Scheler, FVM-Mitarbeiter Online/Social Media, davon nach der live via Facebook übertragenen Ziehung der Halbfinal-Paarungen im Bitburger-Pokal und Schaebens-Pokal überzeugt. „Es wurden gute Partien gelost. Bei den Frauen gibt es ein Stadtduell und bei den Männern einen regionalligainternen Vergleich. Die Losfee hat gute Arbeit geleistet“, sagte er an Constanze Ruppert gerichtet. Letztere, Mitarbeiterin in der Basisberatung des FVM, hatte zuvor die Gelegenheit genutzt, um auf die erstmalige Ausrichtung des FVM-Kleinfeld-Cups hinzuweisen, bei dem Fünfer-Teams mit und ohne Vereinszugehörigkeit mitmachen können und dessen Sieger*innen die Teilnahme am DFB-Turnier im Oktober in Frankfurt winkt.
Noch deutlicher werfen schon die Begegnungen in Bitburger und Schaebens-Pokal ihre Schatten voraus. Wobei die Protagonisten selbstverständlich vielmehr Licht als Schatten in dem erkennen, was unter den Augen von Tülay Kayadibi, Beisitzerin im Verbandsspielausschuss der Frauen, und Patrick Zielezny, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, ausgelost wurde. „Wir freuen uns auf ein richtig schönes Event und werden jetzt mit Vollgas die Organisation angehen“, sagte etwa Kevin Theisen, Sportlicher Leiter beim SV Eintracht Hohkeppel, dem letzten im Wettbewerb verbliebenen Mittelrheinligisten. Sein Team erwartet den Rekordchampion und Drittligisten FC Viktoria Köln. „Klar ist Viktoria der Favorit, aber wir spielen zu Hause und wollen gewinnen“, sagte er. Man wisse, dass man „einen Sahnetag“ brauche, werde aber „definitiv alles in die Waagschale werfen“.
BSC vor schnellem Wiedersehen mit S.C. Fortuna Köln
Mit dieser Einstellung geht auch Björn Mehnert, Coach des Regionalligisten Bonner SC, die anstehende Aufgabe an. Seine Mannschaft, im Viertelfinale souveräner Sieger beim Kölner Landesligisten Borussia Lindenthal-Hohenlind (6:1), fährt erneut in die Rheinmetropole. Dieses Mal wird es eine Nummer größer: es geht zum Ligarivalen S.C. Fortuna Köln. „Wir wollen siegen. Es geht schließlich ums Finale“, sagt Mehnert, für dessen Team die Partie im Südstadion zugleich zum schnellen Wiedersehen mit dem Südstadtklub wird. Erst am Sonntag (1. März) trafen die beiden Kontrahenten in der Meisterschaft aufeinander, trennten sich torlos „und bei der anschließenden Pressekonferenz haben wir über ein mögliches Pokal-Duell gewitzelt. Wir haben dieses Los also vielleicht herbeigeredet“, so Mehnert mit einem Augenzwinkern.
Nun wird aus Spaß Ernst. Und das schürt den Ehrgeiz. „Das ist ein interessantes Spiel, eine schwierige Aufgabe, die wir annehmen. Klar ist, dass dieses Mal nicht wieder 0:0 auf der Anzeigetafel stehen wird“, betont der BSC-Trainer. Er erwartet eine „geile Kulisse und ich hoffe, dass uns viele Fans unterstützen werden“. Fortuna-Coach Mink sagt: „Super, dass wir wieder ein Heimspiel haben. Mit dem Bonner SC kommt Ende März ein bekannter Gegner, den wir dann natürlich schlagen wollen.“
Derby im Kölner Rechtsrheinischen ist eine Premiere
Der Schaebens-Pokal der Frauen verspricht eine besondere Premiere. Landesligist FC Viktoria Köln erwartet den Regionalligisten und Titelverteidiger S.C. Fortuna Köln. „Wir treffen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Bei den Männern kennt man dieses Derby ja schon länger, aber für uns ist es neu. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel“, sagt Fortuna-Trainer Marc Gertzen. Fortuna-Abteilungsleiter Achim Stuhr sieht das etwas nüchterner. „Wir wollen den Pokal gewinnen, also müssen wir auch dort siegen. Aber ich weiß, dass es für unseren Trainer ein Traumlos ist.“ Daraus macht Gertzen keinen Hehl. Und er findet Zustimmung im Rechtrheinischen. „Wir haben Lust auf das Derby. Es wird eine Herausforderung, aber wir wissen, was auf uns zukommt, spielen zu Hause und haben in Testspielen auch schon höherklassige Gegner schlagen können“, stellt Marina Buschinski, Sportliche Leiterin der Viktoria-Frauen klar.
Viktoria Waldenrath/Straeten freut sich über Traumlos
Auch beim Mittelrheinligisten SV Viktoria RW Waldenrath/Straeten ist von einem Traumlos die Rede. Trainer Maik Honold sagt: „Wir wollten unbedingt ein Heimspiel gegen den Regionalligisten Vorwärts Spoho Köln und haben es bekommen. Jetzt liegt es an uns, ein großes Spiel daraus zu machen. Wir wollen dem Halbfinale einen würdigen Rahmen verschaffen und den Fußballkreis Heinsberg gut vertreten.“ An einem guten Tag, ist Honold überzeugt, werde seine Elf dem Gegner ein Spiel auf Augenhöhe liefern. „Wir werden jetzt in die Detailarbeit gehen, den Gegner analysieren und nichts dem Zufall überlassen. Es ist eine Riesenmöglichkeit, ins Finale einzuziehen“, so Honold.
Bitburger-Pokal der Herren 2025/26:
Halbfinal-Paarungen
- S.C. Fortuna Köln (RL) - Bonner SC (RL)
- SV Eintracht Hohkeppel (MRL) - FC Viktoria Köln (3. Liga)
Schaebens-Pokal der Frauen 2025/2026
Halbfinal-Paarungen
- FC Viktoria Köln (LL) - S.C. Fortuna Köln (RL)
- SV Viktoria RW Waldenrath/Straeten (MRL) - Vorwärts SpoHo Köln (RL)
Modus
Bitburger-Pokal
- Gespielt werden sechs Runden inklusive Finale.
- Klassentiefere Teams genießen im Bitburger-Pokal bis einschließlich Halbfinale Heimrecht.
- Das Finale findet am 23. Mai 2026 im Kölner Sportpark Höhenberg statt.
- Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.
Schaebens-Pokal der Frauen
- Im Schaebens-Pokal der Frauen sind inklusive Finale nach der Play-Off-Runde noch vier Runden zu spielen.
- Klassentiefere Teams genießen im Schaebens-Pokal der Frauen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht.
- Das Finale im Schaebens-Pokal der Frauen findet am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit) im Aggerstadion Troisdorf statt.
- Die Siegerinnen qualifizieren sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen.
Geplante Spieltermine
Bitburger-Pokal
- Halbfinale: 24. bis 26. März 2026
- Finale: 23. Mai 2026
Schaebens-Pokal der Frauen
- Halbfinale: 29. März 2026
- Finale: 1. Mai 2026
