Fußball ist Leidenschaft!
Die Corona-Pandemie hat – bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen – auch viele positive Dinge hervorgebracht, vor allem die Erkenntnis: In unseren Vereinen ist Energie, ist Optimismus und Zusammenhalt! Viele Vereine haben die Zeit der coronabedingten Pause genutzt, um in ihrem Klub und für die Mitglieder Aktivitäten auf die Beine zu stellen. Der FVM wollte es genau wissen und hat mit einem Aufruf seine Vereine eingeladen, ihre Aktivtäten zu schildern. Wir sagen DANKE für das tolle Engagement und die Bereitschaft, dieses mit der Fußballfamilie zu teilen. Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen. Sie werden schnell merken. Fußball ist Leidenschaft! Und Fußball ist so viel mehr als ein 1:0!
Köln | FC Viktoria Köln
Die Profimannschaft von Viktoria Köln konnte als Drittligist auch während der Pandemie Fußball spielen, allerdings wurden die Zuschauer im Sportpark Höhenberg schmerzlich vermisst. Die Nachwuchsteams mussten den Spielbetrieb lange einstellen. Doch auch in dieser komplizierten Zeit engagierte sich der Verein für soziale Aspekte: So unterstützte die U 19 zusammen mit dem Nachwuchs von Borussia Dortmund und Schiedsrichtern die DFB-Kampagne „Draußen muss drin sein“ und setzte so sich dafür ein, dass auch die Amateurfußballer*innen endlich wieder ihrem Sport nachgehen können. Ebenfalls vorbildlich war die Partizipation an der Aktion ‚Fußballvereine gegen rechts‘ zum internationalen Tag gegen Rassismus. Zusammen mit Viktoria-Stürmer Albert Bunjaku, ehemaliger Nationalspieler des Kosovo und der Schweiz, zeigte der Verein, dass gegenseitiger Respekt, Fair Play und Solidarität unabhängig von Herkunft, Religion und Hautfarbe unverhandelbar sind. Darüber hinaus hat der Verein auch für die eigenen Nachwuchsteams während des Lockdowns viel getan. So wurden virtuelle Challenges organisiert, um die Nachwuchskicker*innen fit zu halten. Die Profis haben sich ebenfalls vielfältig engagiert: Zu Beginn der Pandemie, als der Sport still stand, haben sie Videos von sich und ihren Familien erstellt und diese auf den Social-Media-Kanälen geteilt, um unter dem Slogan #WirBleibenZuhause zu zeigen, wie sie die Zeit ohne Fußball verbringen.
Berg | ASC Loope
Auch das Vereinsleben des ASC Loope war im vergangenen Jahr geprägt von Einschränkungen und Social Distancing. Die Verantwortlichen haben die Zeit genutzt, um aus ihrer „Kuhwiese“, wie sie es selbst formuliert haben, wieder einen annehmbaren Fußballplatz zu machen. Der Rasenplatz des ASC Loope ist eine ehemalige Kuhwiese, die 1967 mit spärlichen Haushaltsmitteln zu einem Sportplatz hergerichtet wurde. Seitdem wurde dieser Rasen nicht erneuert – und dementsprechend sah auch das Spielfeld auch aus. Wühlmäuse und Maulwürfe hatten dort eine Heimat gefunden. Verletzungsrisiken für die Fußballer*innen waren die Folge. Es musste also etwas geschehen. Im Frühjahr 2021 begannen die Sanierungsarbeiten, denen viele Aktionen vorausgegangen waren, um das Projekt zu finanzieren: Dies gelang letztlich unter anderem über Sponsoren, private Spender, Crowdfunding, den Verkauf von Bannern und Parzellen sowie dank der Unterstützung des Landes NRW und der Gemeinde Euskirchen. Das Ergebnis ist großartig: Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte der Verein zwei Naturrasenplätze mit einer modernen Beregnungsanlage bauen. Hinzu kommt eine Flutlichtanlage, die gerade entsteht, und ein Naturrasen, für den die Verantwortlichen sich bewusst aus ökologischen Aspekten entschieden haben.
Berg | FV Wiehl
Die ganze Welt hat in den vergangenen Monaten nur von Corona gesprochen. Andere wichtige Dinge wie beispielsweise das Blutspenden sind dabei in den Hintergrund gerückt. Hartmut Livrée, stellvertretender Jugendgeschäftsführer und Turnierkoordinator des FV Wiehl, hatte deshalb die Idee, in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Blutspende-Challenge als Wiehler Stadtmeisterschaft auszurichten. Die Frage war, welcher Verein die meisten Blutspender an den Start bringen kann. Sieger wurde am Ende der CVJM Oberwiehl gefolgt vom TV Oberbantenberg – beides Handballklubs. Mit dem gastgebenden FV Wiehl landeten erst auf Rang drei die ersten Fußballer*innen. „Die Aktion war in doppelter Hinsicht ein voller Erfolg“, sagt Livrée. „Erstens natürlich, weil Blutspenden immer benötigt werden und zweitens, weil viele Vereine, die normalerweise ihren eigenen Weg gehen, gemeinsam an einem Projekt gearbeitet haben. Auf diese Weise sind die teilnehmenden Wiehler Klubs spartenübergreifend viel enger zusammen gerückt.“ Weil so viele Menschen Blut spenden wollten, mussten Livrée und seine ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen sogar zwei Termine anbieten. Am Ende hatten die Organisatoren über 150 Wiehler Bürger*innen dazu gebracht, Blut zu spenden.
Köln | SpVg. Wahn-Grengel
Der Verein aus dem rechtsrheinischen Köln ist einer der größten in der Stadt. Neben einem großen Breitensportangebot hat der Klub derzeit 31 Fußballmannschaften im Trainingsbetrieb davon 26 im Wettbewerb – darunter vier Inklusionsteams. Die Infrastruktur allerdings ist nicht nur in die Jahre gekommen, sie hinkt auch den aktuellen Gegebenheiten deutlich hinterher. Beispielsweise sind die Gebäude größtenteils nicht barrierefrei. Die Verantwortlichen haben die Coronazeit genutzt, um umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen vorzunehmen. Das Vereinsheim wurde komplett neu gestaltet, die Umkleidekabinen wurden renoviert, zwei alte und undichte Materialgebäude abgerissen und durch einen zeitgemäße Container ersetzt. Außerdem wurde ein umfangreicher Grünschnitt durchgeführt, so dass nun auch die Wege wieder begehbar sind. Die Verantwortlichen haben zudem bei der Stadt Köln hinterlegt, dass endlich der alte Aschenplatz durch eine moderne Kunstrasenanlage ersetzt werden soll. „Wir sind ein wichtiger Anlaufpunkt in unserem Viertel – und zwar nicht nur für unsere Mitglieder, sondern auch für die angrenzenden Schulen, die unsere Anlage für den Sportunterricht nutzen. Es ist einfach unser Anspruch, allen bestmögliche Bedingungen zu ermöglichen. Dafür brauchen wir aber die Unterstützung der Stadt. Wir haben viel aus eigener Kasse und dank der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer*innen geschafft. Aber es geht leider nicht alles gleichzeitig“, sagt der 1. Vorsitzende Stefan Esser. Er hofft, dass der Traum vom Kunstrasen spätestens 2023 Realität wird.
Lesen Sie ab dem 16. Juli, welche Aktionen sich die Vereine aus den Kreisen Sieg und Düren in der Pandemie haben einfallen lassen.
Bildquelle: FC Viktoria Köln & FV Wiehl
